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Angehörige des ehemaligen Gouverneurs wegen illegaler

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Eine Bundesermittlung hat eine kriminelle Organisation aufgedeckt, die angeblich vom Neffen eines ehemaligen Gouverneurs von Roraima angeführt wird und

In einer bedeutenden rechtlichen Entwicklung wurden der Neffe und die Schwester des ehemaligen Gouverneurs von Roraima, Antonio Denarium, formell als Angeklagte in einem weitläufigen Strafverfahren angeklagt. Die Anklage behauptet, sie seien zentrale Figuren in einem ausgeklügelten, millionenschweren System zur Finanzierung illegaler Bergbauarbeiten im geschützten indigenen Territorium Yanomami gewesen.

Der angeklagte Neffe, Fabrício de Souza Almeida, wird von Bundesstaatsanwälten als operativer Leiter der kriminellen Organisation identifiziert. Laut Anklageschrift bestand seine Rolle darin, die Aktivitäten der Gruppe zu koordinieren, darunter die Beschaffung und Verteilung von schwerem Gerät und Treibstoff für den illegalen Abbau, die Einstellung von Personal wie Flugzeugpiloten und die Verwaltung der komplexen Finanzströme, die den Betrieb am Laufen hielten.

Das Ausmaß der mutmaßlichen Operation ist atemberaubend. Zwischen Januar 2017 und Oktober 2021 soll die Gruppe etwa 64 Millionen R$ bewegt haben. Die Staatsanwaltschaft beschreibt ein methodisches System, bei dem Gelder über Briefkastenfirmen und „Strohmänner“ geleitet wurden, um Betriebskosten zu bezahlen. Gewinne aus dem Verkauf illegal abgebauter Mineralien wurden dann verwendet, um Investoren zu entschädigen und Mitglieder zu bezahlen, was einen sich selbst erhaltenden Kreislauf illegaler Aktivitäten schuf.

Ein wichtiges Beweisstück betrifft ein Unternehmen, das offiziell als kommerzieller Vertretungsdienst registriert ist. Diese Firma, die angeblich von Fabrício kontrolliert wurde, soll in knapp über drei Jahren über 11 Millionen R$ bewegt haben, obwohl sie keine Angestellten, Fahrzeuge oder eine echte Geschäftsadresse hatte. Die Ermittlungen ergaben ferner, dass keiner der Angeklagten eine Genehmigung der Nationalen Bergbaubehörde (ANM) für den Abbau, Transport oder Handel von Mineralien besaß.

Bei der Razzia wurden bedeutende Beschlagnahmungen vorgenommen. Bei Durchsuchungen fanden die Behörden in der Wohnung des Anführers typische Bergbauausrüstung wie Hydraulikpumpen und Motoren. Sie entdeckten auch eine Präzisionswaage und ein Notizbuch mit detaillierten Aufzeichnungen über Flüge, Pilotenbezahlungen, Frachtmanifeste und Mengen an gehandeltem Gold. Bei einer damit verbundenen Durchsuchung wurden fünftausend Kilogramm eines Minerals, das Kassiterit ähnelt, im Haus der Mutter eines anderen Verdächtigen gefunden.

Als Reaktion auf die Anklagen gegen seine Verwandten gab der ehemalige Gouverneur Denarium eine öffentliche Erklärung ab. Er betonte, dass seine Familie nur aus seiner Frau und seinen drei Kindern bestehe und er keine Kontrolle oder Verantwortung für die Handlungen von Verwandten habe, die in getrennten Haushalten leben. Er erklärte, dass, wenn illegale Handlungen begangen wurden, die Verantwortlichen vor dem Gesetz zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Der Fall wurde von der Sondereinsatzgruppe zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (Gaeco) der Bundesstaatsanwaltschaft in Roraima eingebracht. Die sechs Angeklagten sehen sich nun schweren Strafvorwürfen gegenüber, darunter kriminelle Vereinigung, Geldwäsche und Usurpation von Bundesvermögen. Im Falle einer Verurteilung könnten die möglichen Haftstrafen in der Summe 20 Jahre übersteigen. Die Staatsanwaltschaft hat zudem beantragt, dass das Gericht jeden Angeklagten zur Zahlung von mindestens 500.000 R$ als kollektiven immateriellen Schadensersatz an das Volk der Yanomami verurteilt.

Basierend auf Berichterstattung von g1.