Eine brasilianische Geschäftsfrau steht im Mittelpunkt einer großen strafrechtlichen Untersuchung im Bundesstaat Maranhão. Carolina Sthela Ferreira dos Anjos wurde verhaftet und wird nun wegen fünf verschiedener Straftaten untersucht, nachdem ihr vorgeworfen wird, ihre 19-jährige schwangere Hausangestellte brutal angegriffen zu haben. Die Anklagepunkte umfassen versuchten dreifach qualifizierten Totschlag, Freiheitsberaubung, Verleumdung, üble Nachrede und Beleidigung, so die Zivilpolizei.
Der Fall hat aufgrund der Schwere der Vorwürfe große öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Das Opfer, das zu diesem Zeitpunkt im fünften Monat schwanger war, beschrieb eine gewalttätige Tortur. Sie berichtete, dass sie an den Haaren gezogen, geschlagen und zu Boden geworfen wurde, während sie versuchte, ihren Bauch zu schützen. Der mutmaßliche Angriff soll auf die Beschuldigung zurückgehen, dass die Arbeiterin einen Ring gestohlen habe, der später in einem Wäschekorb gefunden wurde.
Nach ihrer Festnahme in Teresina, Piauí, wurde Carolina Sthela nach São Luís, Maranhão, überstellt. Bei ihrer Ankunft gab sie auf der 21. Polizeiwache über eine Stunde lang eine Aussage ab. Während ihrer Einvernahme bestätigte sie nicht, dass Audioaufnahmen, in denen eine Stimme angeblich die Angriffe gesteht, ihr gehören. Sie hat eine forensische Analyse des Materials beantragt.
Die Ermittlungen betreffen auch einen Militärpolizisten, Michael Bruno Lopes Santos, der sich den Behörden gestellt hat. Er wird verdächtigt, an den Angriffen im Haus der Arbeitgeberin beteiligt gewesen zu sein. In seiner Aussage bestritt der Beamte die Vorwürfe und behauptete, er sei im Haus gewesen, um Dokumente im Zusammenhang mit der Kreditwürdigkeit eines Kunden zu übergeben.
Die Behörden erklärten, dass Carolina Sthela auf der Flucht festgenommen wurde. Nach Polizeiangaben tankte sie ihr Auto mit möglichen Plänen, zur Küste von Piauí zu fahren oder einen nichtkommerziellen Flug nach Manaus zu besteigen. Ihr Verteidiger widersprach jedoch und sagte, sie sei nach Piauí gereist, um ihren sechsjährigen Sohn bei Verwandten zu lassen, da sie in Maranhão keine Familie habe, die sich um ihn kümmern könne.
Das Opfer schilderte auch ein anstrengendes Arbeitsleben und gab an, für über zwei Wochen Arbeit 750 R$ erhalten zu haben. Zu ihren Aufgaben gehörten angeblich Reinigung, Kochen, Wäsche und Kinderbetreuung, mit einem täglichen Arbeitsplan von fast zehn Stunden. Der Fall wurde von der örtlichen Anwaltskammer (OAB) als verschärfte Folter eingestuft, zusätzlich zu anderen Anklagepunkten.
Die Zivilpolizei hat betont, dass die Ermittlungen noch andauern. Während erhebliche Beweise, darunter die Audiodateien, vorgelegt wurden, merken die Beamten an, dass andere Elemente der Untersuchung in den kommenden Tagen noch analysiert und bestätigt werden müssen. Basierend auf einem Bericht von g1.