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Arsenal startet mit Havertz statt Gyökeres: 3

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Havertz startet anstelle von Gyökeres in Arsenals Champions-League-Final-Startelf gegen PSG, mit Timber und Calafiori auf der Bank und Mosquera in einer

Mikel Arteta hat mit seiner Arsenal-Aufstellung für das heutige Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain mehrere Überraschungen parat, die auffälligste ist, dass Kai Havertz anstelle von Viktor Gyökeres die Spitze führen wird.

Der deutsche Stürmer, der in dieser Saison oft tiefer oder auf den Flügeln eingesetzt wurde, erhält den Vorzug als Mittelstürmer in Artetas 4-2-3-1-System. Gyökeres, der in bestechender Form ist, muss sich mit einem Platz auf der Bank begnügen – eine Entscheidung, die entweder auf eine taktische Veränderung oder eine Botschaft über Form und Fitness hindeutet.

Havertz' intelligentes Laufverhalten und seine Fähigkeit, ins Mittelfeld zurückzuziehen, sollen möglicherweise PSGs Abwehrblock stören, werfen aber auch Fragen auf, ob Arsenal für mehr Beweglichkeit auf einen traditionellen Zielstürmer verzichten wird. Die Körperlichkeit des Schweden hätte als Waffe gegen PSGs Hintermannschaft dienen können, doch Arteta hat sich klar für einen anderen Ansatz entschieden.

Ebenso kühn sind die Entscheidungen in der Viererkette. Riccardo Calafiori, der ursprünglich als Linksverteidiger starten sollte, wird stattdessen von der Bank zuschauen. An seiner Stelle erhält Piero Hincapié den Vorzug, eine Entscheidung, die defensive Stabilität über offensiven Drang stellt. Hincapiés Souveränität in Eins-gegen-Eins-Situationen und seine körperliche Präsenz werden entscheidend sein, um PSGs Flügelgefahr zu neutralisieren.

Auf der anderen Seite wurde eine Rückkehr von Jurrien Timber, der seit Mitte März wegen einer Knöchelverletzung ausgefallen war, als möglich erachtet, doch Arteta entschied sich dagegen, ihn von Beginn an einzusetzen. Cristhian Mosquera, der im vorletzten Ligaspiel gegen Burnley dort getestet wurde, wird die rechte Verteidigerposition einnehmen. Angesichts der relativen Unerfahrenheit Mosqueras auf dieser Bühne ist es ein riskantes Unterfangen.

Das Fehlen von Ben White aufgrund einer Knieverletzung verschärft die defensive Umstellung. Der englische Nationalspieler war während der gesamten Saison eine verlässliche Größe, und seine Nichtverfügbarkeit zwingt Arteta zu weiteren Anpassungen. Mit White draußen, Timber noch nicht vollständig fit und Calafiori auf der Bank, präsentiert sich Arsenals Abwehr in ungewohnter Formation.

Die Aufstellung zeichnet das Bild einer Arsenal-Mannschaft, die darauf ausgelegt ist, Druck auszuhalten und zu kontern. Havertz' Rolle als falsche Neun könnte dazu führen, dass er Verteidiger aus der Position zieht und Räume für Spieler wie Bukayo Saka und Gabriel Martinelli schafft. Gleichzeitig wird der defensive Zusammenhalt durch einen PSG-Angriff auf die Probe gestellt, der vor Tempo und Kreativität strotzt.

Artetas Bereitschaft, in einem Finale so mutige Entscheidungen zu treffen, unterstreicht sein Vertrauen in die Tiefe des Kaders. Es sind keine bloßen Anpassungen – es sind grundlegende Entscheidungen, die das Spiel prägen könnten. Havertz über Gyökeres, Hincapié über Calafiori, Mosquera über Timber: Jede Wahl birgt ihr eigenes Risiko und potenzielle Belohnung.

Der Hintergrund dieser Aufstellung ist eine Saison, in der Arsenal oft die Erwartungen übertroffen hat, aber das Champions-League-Finale stellt eine völlig andere Druckebene dar. Arteta vertraut seinem Bauchgefühl und verlässt sich auf die taktische Intelligenz von Havertz und die defensive Disziplin seiner weniger beachteten Verteidiger.

Für PSG könnte der Überraschungseffekt in die Hände spielen, aber sie müssen sich auch auf eine Arsenal-Aufstellung einstellen, die sie möglicherweise nicht vollständig erwartet haben. Das Duell zwischen Havertz und den PSG-Innenverteidigern sowie Mosqueras Zweikampf mit den Flügelspielern des französischen Meisters könnten entscheidend sein.

Während die Fußballwelt auf den Anpfiff wartet, ist eines sicher: Artetas Startelf hat eine Debatte entfacht und die Bühne für ein taktisches Kräftemessen bereitet. Ob sich diese kalkulierten Risiken als genial oder kostspielig erweisen, wird erst mit dem Schlusspfiff bekannt sein.

Basierend auf Berichten von L'Équipe.