Arsenals Träume vom ersten Champions-League-Titel wurden auf die herzzerreißendste Weise zerstört, als sie im Finale im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain verloren. Trainer Mikel Arteta musste eine entscheidende Schiedsrichterentscheidung bedauern, die seiner Meinung nach das Spiel kippte. In seiner Pressekonferenz nach dem Spiel ließ der spanische Taktiker keinen Zweifel an seiner Frustration über einen verweigerten Elfmeter für Noni Madueke während des hart umkämpften Spiels. „Für mich war das ein Elfmeter", beharrte Arteta und blickte auf den Vorfall zurück, den viele Arsenal-Fans jahrelang im Kopf abspielen werden.
Die Begegnung an neutralem Ort war eine angespannte Angelegenheit, beide Mannschaften neutralisierten sich über 120 Minuten. Das Unentschieden bedeutete, dass die Chance auf Unsterblichkeit auf die Lotterie des Elfmeterschießens hinauslief, in dem PSG die Nerven behielt und triumphierte. Der entscheidende Moment für Arteta war jedoch der nicht gegebene Pfiff für Madueke, der im Strafraum nach einem Zweikampf zu Fall kam. Trotz seiner vehementen Proteste winkte der Schiedsrichter weiter, und der VAR griff nicht ein – eine Sequenz, die den Arsenal-Coach davon überzeugte, dass seine Mannschaft benachteiligt wurde.
„Wenn nichts nach deinen Vorstellungen läuft...", sagte Arteta und bezog sich dabei auf einen frühen Elfmeter gegen sein Team – verwandelt von Ousmane Dembélé – den er mit dem verglich, den er seiner Meinung nach hätte bekommen sollen. Die Beschwerde des Trainers war klar: Ein symmetrischer Standard wurde nicht angewendet. Dieses Gefühl der Ungerechtigkeit verstärkte die Qual für Arsenal, die ungeschlagen ins Finale gekommen waren, ein Beweis für ihre Widerstandsfähigkeit und taktische Disziplin während des gesamten Wettbewerbs.
Artetas Enttäuschung war greifbar, als er den überwältigenden „Schmerz" beschrieb, so nah am Ruhm zu verlieren. „Wenn du in diesem Wettbewerb so nah dran bist und im Elfmeterschießen im größten Klubwettbewerb der Welt verlierst, wenn du so nah dran warst, dann fühlst du das", sagte er. Diese Worte fangen die grausame Grenze ein, die Finalspiele definiert, wo der Unterschied zwischen Unsterblichkeit und Verzweiflung von einem einzigen Schuss oder einem Pfiff des Schiedsrichters abhängen kann.
Trotz des Herzschmerzes zeigte Arteta Klasse in der Niederlage, indem er seinem Gegenüber Luis Enrique überschwängliches Lob zollte. Er bezeichnete den PSG-Trainer als „den besten Trainer der Welt", eine bemerkenswerte Geste des Respekts, die die gegenseitige Bewunderung zwischen den beiden spanischen Taktikern unterstreicht. Arteta gratulierte auch dem französischen Meister und räumte ein, dass deren Leistung zu Arsenals Schwierigkeiten beigetragen habe: „Es war nicht der Plan, das zu tun, was wir getan haben, aber es liegt auch an Paris."
Die Niederlage markiert ein bitteres Ende einer Saison, die so vielversprechend war. Arsenals Weg ins Finale war beeindruckend, sie überstanden eine schwierige Gruppe und die K.o.-Runden ohne eine Niederlage. Doch die begehrte europäische Krone bleibt außer Reichweite, und der Schmerz dieses Rückschlags wird brennen. Arteta jedoch ist kein Unbekannter mit Widrigkeiten und weiß, dass das Projekt, das er aufbaut, Geduld und Rücksichtslosigkeit in gleichem Maße erfordert.
Mit Blick in die Zukunft deutete Arteta an, dass Veränderungen bevorstehen könnten. Er verriet, dass er ein paar Tage mit seiner Familie verbringen werde, um sich zu erholen, bevor er sich in entscheidende Entscheidungen für die Zukunft stürze. „Wir müssen jetzt ehrgeizig, schnell und sehr intelligent in unseren Entscheidungen sein", erklärte er und deutete einen entscheidenden Sommer für den Nordlondoner Klub an. Die Botschaft war klar: Diese Gruppe kam qualvoll nah heran, aber Stillstand ist keine Option.
Für Arsenal besteht die unmittelbare Aufgabe darin, die Wunden der Niederlage zu heilen und den Schmerz in Treibstoff für die nächste Saison zu verwandeln. Der Kern des Teams bleibt talentiert, aber die Kommentare des Trainers deuten darauf hin, dass er der Meinung ist, dass Verstärkung und Verfeinerung nötig sind, um den letzten Schritt zu machen. Ob das Kaderergänzungen, taktische Anpassungen oder beides bedeutet, Arteta ist sich bewusst, dass sich die Dynamik jede Saison ändert und der Wettbewerb nur noch härter wird.
Die Elfmeter-Kontroverse wird nachwirken, aber Artetas Fokus verlagert sich bereits auf die Zukunft. Er räumte ein, dass es nötig sei, „den Schmerz zu überwinden, dann wieder aufzustehen und weiterzumachen". Diese widerstandsfähige Einstellung wird er von seinen Spielern verlangen, wenn sie sich auf eine neue Suche nach Erlösung begeben. Die Champions League wird der heilige Gral bleiben, und nach diesem Herzschmerz wird der Hunger größer sein als je zuvor.
Basierend auf Berichten von L'Equipe.