Avalanche-Cheftrainer Guy Bush befand sich nach dem Saisonende seiner Mannschaft in einer vertrauten, aber frustrierenden Situation: Das Team verlor das entscheidende siebte Spiel ihrer Gagarin-Cup-Halbfinalserie mit 3:4 gegen Lokomotiv. Die Niederlage verlängerte eine persönliche und schmerzhafte Serie für den erfahrenen Trainer, der nun jedes von ihm betreute Spiel 7 verloren hat.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel konzentrierte sich Bush sichtlich auf die unmittelbaren Ereignisse des Spiels und nicht auf historische Erzählungen. Als er nach einer längeren Unterbrechung nach dem Führungstor von Lokomotiv gefragt wurde, gab er eine technische Erklärung. Bush beschrieb die Situation als einen unglücklichen Abpraller von der Bande und wies darauf hin, dass nach einer neuen Regel das Spiel fortgesetzt wird, wenn die Scheibe von diesem Bereich ohne Pfiff auf die Spielfläche zurückkehrt. Er sagte, sein Team sei in diesem entscheidenden Moment einfach verwirrt über den Aufenthaltsort der Scheibe gewesen.
Die Fragen richteten sich zwangsläufig auf die größere Geschichte: das Versagen seines Teams, ein einziges siebtes Spiel zu gewinnen. Ein Reporter bezog sich direkt auf Mediendiskussionen über dieses Muster und fragte, ob der Druck dieser Geschichte auf ihm laste. Bushs Antwort war schnell und abweisend. Er behauptete, er lese keine Presse und sei sich daher der diskutierten Erzählung nicht bewusst. Dann lenkte er das Gespräch entschlossen um und sagte: „Lassen wir das Drama und bleiben wir bei Fragen zum Eishockey.“
Diese Ausweichmanöver sind charakteristisch für einen Trainer, der interne Teamangelegenheiten lieber vertraulich behandelt. Auf die Frage, welche Botschaft er seinen Spielern nach der vernichtenden Niederlage, die ihre Saison beendete, übermittelt habe, zeigte sich Bush ebenso zurückhaltend. Er deutete an, dass der Inhalt dieses Gesprächs vertraulich bleibe und nur zwischen ihm und seinen Spielern geteilt werde.
Das Spiel selbst war eine enge, hin und her wogende Angelegenheit, die letztlich dazu führte, dass Lokomotiv in das Finale des Gagarin-Cups einzog. Für Bush und die Avalanche markiert es das Ende einer hart umkämpften Playoff-Serie, die nur einen Sieg vom ultimativen Ziel entfernt blieb. Die Weigerung des Trainers, sich mit der „Game 7“-Erzählung auseinanderzusetzen, stellt jedoch sicher, dass diese Geschichte ihn in die nächste Saison begleiten wird.
Basierend auf Berichterstattung von Чемпионат.com.