Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Barcelona 4-0 Lyon: Pajor-Doppelpack besiegelt Women's UCL

AFC Champions League EliteArsenalVitesseParedesLyonLeonBelgienParaguayLesothoBarcelonaAnderlecht

Ewa Pajor erzielte zwei Tore und bereitete ein weiteres vor, als Barcelona Lyon im Finale der Women's Champions League mit 4-0 deklassierte, während Salma

Barcelona bestätigte seine Vormachtstellung im Frauenfußball mit einem erdrutschartigen 4:0-Sieg gegen Lyon im Finale der UEFA Women's Champions League. Ewa Pajors klinischer Doppelpack in der zweiten Halbzeit brach Lyons Widerstand, bevor Salma Paralluelo in der Nachspielzeit zwei Tore zum 4:0-Endstand hinzufügte, der die frühe Spannung Lügen strafte. Das Ergebnis bescherte Barcelona den zweiten Titel in drei Jahren und schockierte den französischen Meister im Estadio de San Mamés.

Lyon begann mit Elan und glaubte in der 13. Minute den ersten Treffer erzielt zu haben, als ein kluger Mittelfeldzug den Ball im Netz landete, doch der Treffer wurde nach VAR-Prüfung wegen Abseits aberkannt. Dieser Moment sollte Lyons Abend verkörpern: flüchtige Hoffnung, zunichte gemacht durch hauchdünne Abstände und einen gnadenlosen Gegner. Barcelona wich trotz vergebener Chancen in der ersten Halbzeit nie von seiner Angriffsphilosophie ab.

Caroline Graham Hansen, die krankheitsbedingt fraglich war, quälte Lyons Abwehr von der rechten Seite. Ihr direktes Dribbling und präzise Flanken bereiteten Selma Bacha ständig Probleme, und sie legte beinahe mit einer frühen Hereingabe auf Alexia Putellas auf. Graham Hansens Einfluss ließ in der zweiten Halbzeit nach, aber da war der Schaden bereits angerichtet, da Lyons Energiereserven schrumpften.

Ewa Pajor vergab vor der Pause zwei Großchancen, doch ihre Widerstandsfähigkeit erwies sich als entscheidend. Die polnische Stürmerin bewies eine Champion-Mentalität, indem sie nach der Pause mit neuer Schärfe zurückkehrte. In der 55. Minute nutzte sie Zögern in Lyons Hintermannschaft zum Führungstor. Vierzehn Minuten später verdoppelte sie die Führung mit einem ruhigen Abschluss, der die wachsenden Lücken im französischen Abwehrriegel offenlegte. Danach wechselte Pajor in die Rolle des Vorbereiters und legte in der 90. Minute den dritten Treffer für Paralluelo auf.

Das Torwartduell war ebenso einflussreich. Barcelonas Cata Coll zeigte eine Reihe entscheidender Paraden, darunter eine Reflexabwehr gegen einen Kopfball von Wendie Renard und eine Hechtparade gegen einen harten Freistoß von Bacha. Im Gegensatz dazu erlebte Lyons Christiane Endler eine Nacht zum Vergessen. Eine Misskommunikation mit Renard schenkte Pajor fast einen Heber, und Endler wurde später bei vier der fünf auf ihr Tor abgegebenen Schüsse bezwungen, was Barcelonas außergewöhnliche Effizienz unterstreicht.

Für Lyon blieb die Angriffsspitze Ada Hegerberg weitgehend unsichtbar. Die Norwegerin, normalerweise ein Talisman in großen Spielen, kämpfte gegen die Physis von Mapi León und Irene Paredes, vergab eine Chance aus kurzer Distanz und beging einen Abseitsverstoß, der eine Torchance zunichte machte. Lindsey Horan, die amerikanische Mittelfeldspielerin in ihrem ersten Champions-League-Finale, arbeitete fleißig, entbehrte jedoch der kreativen Funken, um Barcelonas Abwehr zu knacken. Die deutsche Flügelspielerin Jule Brand, die die abwesende Kadidiatou Diani vertrat, zeigte Gefahrenmomente, traf aber zu oft unentschlossene Entscheidungen im letzten Drittel.

Lyons Abwehr, die über eine Stunde standhielt, brach in der Schlussphase alarmierend ein. Außenverteidigerin Bacha wurde von Graham Hansens unermüdlichen Überlappungen überrannt, während Vanessa Gilles und Renard unter dem wachsenden Druck die Ruhe verloren. Das vierte Tor, erzielt von Paralluelo tief in der Nachspielzeit, versinnbildlichte das defensive Chaos, als Lyons Hintermannschaft zu hoch stand und von einem einfachen Steilpass durchbrochen wurde.

Paralluelos später Doppelpack war das i-Tüpfelchen auf Barcelonas Kuchen. Die spanische Stürmerin hatte ein ruhiges Match erlebt, oft isoliert gegen Lyons körperliche Innenverteidiger, aber ihre Räuberinstinkte zeigten sich im entscheidenden Moment. Ihr erstes Tor, ein präziser Abschluss nach Pajors Vorlage, und ihr zweites, ein Abstauber in der 93. Minute, unterstrichen die Tiefe von Barcelonas Angriffsarsenal.

Die Folgen für Lyon werden zu ernsthafter Selbstkritik führen. Trainerin Sonia Bompastor hatte auf Kontinuität gesetzt und keine taktischen Änderungen nach dem Halbfinalsieg vorgenommen, aber ihre Mannschaft wurde in der entscheidenden Phase deklassiert. Die Niederlage signalisiert eine mögliche Machtverschiebung; Lyons erfahrener Kern um Renard und Hegerberg konnte nicht mit der Schnelligkeit und Präzision einer Barcelona-Mannschaft in ihrer Prime mithalten. Für die Katalanen festigt dieser Triumph eine Ära der Dominanz und erhöht die Erwartungen an eine Dynastie, wie sie seit Lyons eigener Regentschaft nicht mehr gesehen wurde.

Barcelonas klinische Effizienz stand in scharfem Kontrast zu Lyons Verschwendung. Die spanischen Meisterinnen verwandelten vier ihrer fünf Schüsse aufs Tor, eine Statistik, die Endler und ihre Verteidigerinnen verfolgen wird. Auch wenn das Ergebnis hart erscheinen mag, spiegelt es den Qualitätsunterschied des Abends wider: eine Meisterklasse im Nutzen von Momenten von einer Mannschaft, die sich nun fest an der Spitze des Frauenfußballs etabliert hat.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.