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Barcelona Frauen triumphieren: Pajor-Doppelpack beim 4:0

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Ewa Pajors Doppelpack und Vorlage führten Barcelona zu einem 4:0-Sieg im Finale der Women's Champions League gegen Lyon, wobei Cata Coll mit entscheidenden

Barcelona zeigte im Finale der Women's Champions League eine klinische Vorstellung und überwältigte Lyon mit 4:0. Ewa Pajor traf zweimal, und Cata Coll bewahrte mit entscheidenden Paraden die weiße Weste. Die Katalanen revanchierten sich für die Finalniederlage 2022 gegen denselben Gegner und zeigten eine Gnadenlosigkeit, die die achtmaligen Rekordsieger schockierte.

Caroline Graham Hansen stand vor dem Spiel auf der Kippe, startete aber auf dem rechten Flügel und quälte Selma Bacha mit ihren direkten Läufen. Ihre ständigen Drohungen gipfelten in einer gefährlichen Hereingabe für Alexia Putellas, die das Tor verfehlte, sowie in einem Schuss, der knapp vorbeiging. Doch Barcelonas Motor zündete erst richtig, als Pajor das Spiel an sich riss. Trotz einer Kopfverletzung in der ersten Hälfte und einer möglichen Gelben Karte für ein hartes Einsteigen gegen Melchie Dumornay blieb die polnische Stürmerin fokussiert.

Pajors Glanzmoment kam in der 55. Minute, als sie einen Abwehrfehler ausnutzte und an Christiane Endler vorbei traf. 14 Minuten später verdoppelte sie die Führung, tauchte hinter Lyons Abwehrkette auf und vollendete eiskalt. Um ihr Meisterstück abzurunden, lieferte Pajor den Pass für Salma Paralluelos zweiten Treffer in der Nachspielzeit, wodurch sich die zuvor unauffällige spanische Flügelspielerin einen späten Doppelpack sicherte. Paralluelos Doppelpack unterstrich trotz einer schwachen Gesamtleistung Barcelonas Tiefe.

Während Pajor die Schlagzeilen beherrschte, war Torhüterin Cata Coll Barcelonas unbesungene Heldin. Ihre Reflexparade gegen Wendie Renards frühen Kopfball hielt den Spielstand ausgeglichen, und sie folgte mit einer Flugparade gegen Bachas 25-Meter-Freistoß. In der zweiten Hälfte vereitelte Coll Ada Hegerberg – obwohl die Norwegerin im Abseits stand – und später Vicki Becho und Tabitha Chawinga. So bewahrte sie eine weiße Weste, die ihre Nervenstärke in großen Spielen unterstrich.

Lyons Abend zerfiel trotz eines vielversprechenden Starts. Hegerberg sah ein frühes Tor wegen Abseits nach VAR-Überprüfung aberkannt, was den Ton für einen frustrierenden Abend vorgab. Die Ballon-d'Or-Gewinnerin blieb weitgehend unsichtbar, vergab eine klare Chance nach Jóhanna Guðmundsdóttirs Flanke und nutzte ein Eins-gegen-Eins gegen Coll nicht. Sie wurde in der 66. Minute durch Marie-Antoinette Katoto ersetzt, die ebenfalls keine Besserung brachte.

Lyons Mittelfeldmotor Melchie Dumornay war blass, kassierte eine Gelbe Karte für ein Luftfoul an Mapi León, konnte das Spiel aber nicht an sich reißen. Die US-Amerikanerin Taylor Heaps in ihrem ersten Champions-League-Finale arbeitete hart, konnte Barcelonas Angriffswellen aber nicht stoppen. Die Abwehr brach in der zweiten Hälfte ein: Bacha, Mbock und insbesondere Innenverteidigerin Wendie Renard wurden von Tempo und Präzision überrollt. Renards Missverständnis mit Endler hätte in der ersten Hälfte beinahe ein Tor beschert, und sie wurde nach der Pause immer wieder überwunden.

Der taktische Plan von Lyons Trainerin Sonia Bompastor ging nach hinten los. Sie verzichtete auf Wechsel und vertraute auf das System, das sie zuvor an Arsenal vorbeigebracht hatte, aber Barcelonas Effizienz bei Kontern und Standards deckte Defensivschwächen auf. Lyon kam nur zu wenigen gefährlichen Aktionen, Becho und Chawinga testeten Coll, doch das Fehlen von Kadidiatou Diani auf dem Flügel war deutlich zu spüren.

Diese Niederlage markiert einen bedeutenden Wandel in der europäischen Frauenfußball-Landschaft. Barcelona hat unter Jonatan Giráldez nun drei der letzten vier Champions-League-Titel gewonnen und eine Dynastie etabliert. Für Lyon beendet das Ergebnis die Hoffnung auf eine Rekord-neunte Krone und wirft Fragen nach der Weiterentwicklung des Kaders auf. Der Rücktritt von Schlüsselveteranen steht bevor, und Bompastors Wechsel zu Chelsea sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Basierend auf Berichterstattung von L'Équipe.