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Brasilianischer Senator Ciro Nogueira sieht sich Razzien

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Die Bundespolizei vollstreckt Durchsuchungsbefehle gegen Senator Ciro Nogueira in einer neuen Phase der Operation Compliance Zero, die mutmaßlichen

In einer bedeutenden Entwicklung in der brasilianischen Politik und im Finanzwesen startete die Bundespolizei (PF) am Donnerstag eine neue Phase der Operation Compliance Zero, die Senator Ciro Nogueira ins Visier nimmt. Bei der Operation, die mutmaßlichen Finanzbetrug im Zusammenhang mit Banco Master untersucht, wurden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse an den Adressen des Senators in Brasília und Teresina vollstreckt.

Im Kern der Ermittlungen steht ein vorgeschlagener Verfassungszusatz, die Emenda nº 11 zu PEC 65/2023, die Senator Nogueira vorlegte. Der Vorschlag zielte darauf ab, die Deckungsgrenze des Fundo Garantidor de Créditos (FGC), des Mechanismus, der Einleger und Anleger bei Zahlungsunfähigkeit eines Finanzinstituts schützt, von 250.000 R$ auf 1 Million R$ pro CPF oder CNPJ deutlich zu erhöhen.

Nach der Entscheidung von Oberster Gerichtshofsrichter André Mendonça, die die Maßnahmen genehmigte, fand die Polícia Federal starke Hinweise darauf, dass der Text dieses Zusatzes nicht vom Büro des Senators verfasst wurde. Stattdessen behaupten die Ermittler, der Vorschlag sei vom Beratungsteam von Banco Master ausgearbeitet und dann in einem an seine Privatadresse adressierten Umschlag mit der Aufschrift „Ciro“ geliefert worden.

Die Ermittlungen behaupten weiterhin, dass der Inhalt dann vom Senator bei seiner formellen Vorlage im Senat „in seiner Gesamtheit reproduziert“ wurde. Die Begründung im ursprünglichen Zusatz argumentierte für eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit an Einlagensicherungssystemen und verwies auf internationale Beispiele wie den Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und der Credit Suisse, um die Notwendigkeit eines stärkeren, staatlich gestützten FGC zu untermauern.

Unterstützung für die Verdachtsmomente liefern Nachrichten, die dem Vorsitzenden von Banco Master, Daniel Bueno Vorcaro, zugeschrieben werden, in denen er angeblich die Einbringung des Zusatzes feierte. Eine Nachricht besagt, der Vorschlag sei „genau so herausgekommen, wie ich es angeordnet habe.“ Die PF untersucht, ob dieser Gesetzestext speziell zu Gunsten der Interessen von Banco Master im Finanzmarkt erstellt wurde.

Über den Zusatz hinaus weisen die Ermittlungen auf eine breitere mutmaßliche Absprache hin. Die Gerichtsentscheidung erwähnt Verdachtsmomente auf monatliche Zahlungen an den Senator zwischen 300.000 und 500.000 R$ sowie andere mögliche Vorteile wie den Erwerb von Unternehmensanteilen zu einem erheblichen Rabatt, die Finanzierung internationaler Reisen und die Nutzung einer hochwertigen Immobilie. Die Polizei beschreibt dies als „funktionale Vereinbarung, die auf gegenseitigen Nutzen ausgerichtet ist“.

Richter Mendonça begründete die Notwendigkeit dieser Vorsichtsmaßnahmen mit dem erheblichen politischen Einfluss des Senators. Als nationaler Vorsitzender der Partei Progressistas (PP) und ehemaliger Stabschef unter Präsident Jair Bolsonaro stelle Nogueiras „Fähigkeit zur politischen und institutionellen Artikulation“ ein hohes Potenzial dar, die laufenden Ermittlungen zu beeinflussen.

Das Büro des Senators hat noch nicht auf Anfragen der Medien um Stellungnahme reagiert. Diese neue Phase der Operation Compliance Zero stellt eine erhebliche Eskalation der Überprüfung der Aktivitäten von Banco Master und deren Schnittstelle zu hochrangigen politischen Persönlichkeiten in Brasilien dar.

Basierend auf Berichterstattung von g1.