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Canal+-Chef signalisiert Bereitschaft zur Verteilung von

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Maxime Saada bestätigt, dass Canal+ bereit ist, Ligue 1+ ab nächster Saison zu vertreiben, und verweist auf Rekordzuschauerzahlen für die Champions League und

In einem umfangreichen Interview hat Canal+-Vorstandsvorsitzender Maxime Saada erklärt, dass der Pay-TV-Riese bereit und willens sei, den neuen Sender Ligue 1+ bereits in der kommenden Saison zu vertreiben. Diese Aussage erfolgt trotz eines historisch angespannten Verhältnisses mit dem kommerziellen Arm der französischen Fußballliga, LFP Media.

Saadas Zuversicht wird durch eine Reihe beeindruckender Zuschauerzahlen im Sportportfolio des Senders gestärkt. Er hob das jüngste Champions-League-Halbfinale zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain hervor, das massive 3,81 Millionen Zuschauer anzog und Canal+ an diesem Abend zum meistgesehenen Sender in Frankreich machte. Diese Leistung übertraf erstmals sogar die kombinierte Zuschauerzahl der beiden führenden Free-TV-Sender.

Der Manager wies auf diesen Erfolg als Beweis für die langjährige Strategie des Senders hin, in Premium-Sportrechte zu investieren. Er stellte fest, dass sich das Risiko des überarbeiteten Champions-League-Formats, für das Canal+ jährlich rund 480 Millionen Euro zahlt, reichlich ausgezahlt habe. Der Sender verzeichnete in diesem Zeitraum auch den höchsten Tagesabonnementverkauf seiner Geschichte.

Über den europäischen Fußball hinaus betonte Saada, dass Canal+ nicht übermäßig von einer einzelnen Sportart abhängig sei. Er berichtete, dass die Formel-1-Saison 2025 die beste des Senders seit Beginn der Übertragung der Sportart im Jahr 2013 sei. Ebenso habe sich die Zuschauerzahl der MotoGP seit 2019 verdreifacht, und die Rugby-Liga Top 14 verzeichne seit 2020 einen Zuschauerzuwachs von 35%.

Auch die Premier League hat starke Ergebnisse erzielt: Das Spiel Manchester City gegen Arsenal am 20. April zog eine Million Zuschauer an. Saada betonte, dass diese diversifizierte Sportstrategie ein bewusster Schritt sei, um die Anfälligkeit zu vermeiden, die der Sender 2018 erlebte, als er in einem Ausschreibungsverfahren alle Übertragungsrechte für die Ligue 1 verlor.

Er erwähnte auch die breitere Inhaltsattraktivität des Senders und wies darauf hin, dass Abonnenten eine Mischung aus Sport, Kino, Serien und Inhalten von Partnerplattformen wie Netflix, Apple TV, Paramount+ und HBO Max konsumieren. Canal+ verzeichnet seit über sechs Jahren einen kontinuierlichen Anstieg seines französischen Abonnentenstamms.

Allerdings identifizierte Saada eine große Bedrohung für das Geschäft: Piraterie. Er forderte die öffentlichen Behörden auf, das Problem dringend anzugehen, und bezeichnete einen bevorstehenden parlamentarischen Gesetzentwurf zu diesem Thema als wesentlich für die Zukunft der Inhaltsverteilung.

Basierend auf Berichterstattung von Foot - actualités, mercato, info & vidéo en continu.