Canal+-Präsident Maxime Saada hat Behauptungen energisch zurückgewiesen, der französische Sender versuche, die Ligue 1 zu untergraben. In einem kürzlichen Interview mit L'Équipe erklärte Saada, das Unternehmen befinde sich in einer starken finanziellen Lage und sei vollständig in der Lage, in Frankreichs höchste Fußballliga zu investieren.
Saada verwies auf die robuste finanzielle Gesundheit der Gruppe und stellte fest, dass Canal+ Gewinne von über 700 Millionen Euro erziele. Er argumentierte, dass diejenigen, die behaupten, dem Sender fehlten die Mittel zur Unterstützung der Ligue 1, einfach Unternehmensfinanzen nicht verstünden. Das Unternehmen, betonte er, sei sowohl in Frankreich als auch international wieder profitabel.
Der Canal+-Chef stellte klar, dass die eigentliche Frage nicht nach der Fähigkeit, sondern nach dem Wert und der Kapitalrendite gehe. Er hob hervor, dass die jüngste Investition des Unternehmens in die Kinokette UGC ehrgeiziger sei als eine potenzielle Übernahme der Ligue-1-Rechte, und unterstrich, dass die Entscheidung rein geschäftlich und auf Profitabilität ausgerichtet sei.
Saada enthüllte auch Canal+s Ambition, innerhalb Frankreichs zum Vertriebspartner der neuen Ligue 1+-Plattform zu werden. Er betonte jedoch, dass der Sender bereits ein bedeutender Beitrag zur Finanzierung der Liga sei. Canal+ übertrage derzeit Ligue-1-Spiele in fast 40 Ländern, darunter im frankophonen und anglophonen Afrika.
Darüber hinaus erklärte Saada, dass Canal+ seinen finanziellen Beitrag an die LFP, den Verband des französischen Profifußballs, verdoppelt habe. Dies mache Canal+ zu einem der wichtigsten Geldgeber der Championnat de France, so Saada, was direkt den Erzählungen widerspreche, das Unternehmen wolle der Liga schaden.
Das Interview erfolgt zu einem Zeitpunkt, als sich die französische Fußball-Medienlandschaft weiterentwickelt und Sender und Streaming-Dienste um Rechte konkurrieren. Saadas Kommentare sind ein klares Signal, dass Canal+ beabsichtigt, ein wichtiger Akteur im Fußball-Übertragungsmarkt zu bleiben und dabei seine finanzielle Stärke und seine bestehende internationale Präsenz zu nutzen.
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