Ein Paar in der bayerischen Stadt Kempten, Deutschland, hat einen erstaunlichen, über ein Jahrzehnt andauernden Diebstahl an öffentlichen Parkuhren gestanden. Das Schema, das sich in der beliebten Tourismusregion Allgäu abspielte, soll dem Paar fast zwei Millionen Euro eingebracht haben, eine Summe, die etwa 13 Tonnen Münzen entspricht.
Der Fall wurde am Dienstag mit Beginn des Prozesses bekannt. Der männliche Angeklagte, ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung, hatte während des Untersuchungszeitraums die spezifische Aufgabe, die Münzen aus den Parkuhren der Stadt zu sammeln. Er gab seine zentrale Rolle in der kriminellen Unternehmung zu.
Seinem Geständnis zufolge stahl der Mann insgesamt 1,34 Millionen Euro. Diese Summe wurde bei 335 einzelnen Vorfällen zwischen den Jahren 2020 und 2025 entwendet. Er beschrieb die Methode: Er sammelte die Münzen aus den Automaten, legte sie in Plastiktüten und transportierte sie nach Hause.
Auch seine Ehefrau war eine aktive Teilnehmerin an der Operation. In zahlreichen Fällen war sie es, die das Geld aus den Parkuhren holte. Die gemeinsamen Bemühungen des Paares über den Zeitraum von zehn Jahren werden auf etwa 1,9 Millionen Euro geschätzt, was ungefähr 11 Millionen brasilianischen Real entspricht.
Das schiere Ausmaß des Diebstahls und seine Dauer haben spürbare Auswirkungen auf den Betrieb der Stadt gehabt. Als direkte Folge der Ermittlungen und des aufgedeckten Schemas war die Stadt Kempten gezwungen, ihr gesamtes Parkmanagement-System zu überarbeiten. Der Fall unterstreicht einen erheblichen Vertrauensbruch und eine Sicherheitslücke in der kommunalen Verwaltung.
Das Geständnis markiert eine wichtige Entwicklung im Rechtsverfahren. Da die Angeklagten die Verbrechen zu Beginn ihres Prozesses zugeben, wird das Gericht nun mit der Bestimmung der angemessenen Strafe und einer möglichen Entschädigung für die Stadt Kempten fortfahren.
Basierend auf Berichten von g1.