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Di Francesco: 'Glück und gut' nach Lecces Sieg in Sassuolo

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Lecco-Trainer Eusebio Di Francesco lobt seine Mannschaft nach dem dramatischen 2:1-Sieg in Sassuolo als 'glücklich und gut', ein Sieg, der im Abstiegskampf der

Eusebio Di Francesco konnte seine Erleichterung nicht verbergen, nachdem Lecce am Samstagabend einen nervenaufreibenden Sieg in Sassuolo errungen hatte, ein Ergebnis, das sich als Wendepunkt im verzweifelten Abstiegskampf des Klubs erweisen könnte. Der Trainer zeigte sich in seinem Interview nach dem Spiel dankbar und räumte ein, dass seine Mannschaft sowohl Qualität als auch Glück gebraucht habe, um mit allen drei Punkten aus dem Mapei-Stadion zu gehen.

„Wir waren gut und glücklich“, sagte Di Francesco zu Sky Sport und fasste damit eine Begegnung zusammen, die jeden Lecce-Anhänger in Atem gehalten hatte. In einem offenen Moment scherzte der ehemalige Roma-Trainer über die körperlichen Auswirkungen des Dramas. „Wenn ich heute Abend keinen Herzinfarkt hatte… habe ich den Stresstest mit Bravour bestanden“, witzelte er und hob die emotionale Achterbahnfahrt hervor, die die Saison der Salentini geprägt hat.

Der Triumph basierte auf einem Angriffsansatz, den Di Francesco während der Trainingswoche gespürt hatte. Er verriet, dass er und sein Team gesehen hatten, wie die Spieler bei Schießübungen immer wieder trafen, ein positives Zeichen, das sich direkt auf den Spieltag übertrug. „Diese Woche sah ich meine Spieler beim Schusstraining und sah sie oft treffen. Ich sah positive Anzeichen“, erklärte er. Diese Fokussierung auf den Abschluss zahlte sich aus, da Lecce schärfer und abgeklärter wirkte als in den letzten Einsätzen.

Zwei Personen verkörperten die kollektive Widerstandsfähigkeit besser als die meisten. Zunächst der unermüdliche Cheddira, den Di Francesco für sein unerschütterliches Engagement hervorhob. „Cheddira gibt immer seine Seele – wir sahen ihn so lebendig wie immer“, bemerkte der Trainer und unterstrich die entscheidende Rolle des Stürmers bei der Bedrängung der Sassuolo-Abwehr und der Erzeugung von Chaos im letzten Drittel. Dann kam der Moment der Genugtuung für Stulic. Di Francesco enthüllte ein privates Gespräch, das er früher in der Woche mit seinem Sportdirektor geführt hatte: „Wir sagten, Stulic würde uns eine große Genugtuung bereiten.“ Die Vorhersage traf ein, und der Beitrag des Spielers fühlte sich wie eine schriftlich festgehaltene Belohnung für Vertrauen an.

Di Francesco war erfrischend ehrlich über das Gleichgewicht zwischen Verdienst und Glück. „Wir haben nicht perfekt verteidigt, aber besser angegriffen. Heute hat sich der Angriff mehr ausgezahlt“, sagte er. Während Lecces Hintermannschaft zeitweise knarzte, brachte ihre Bereitschaft, nach vorne zu gehen und Risiken einzugehen, eine Sassuolo-Mannschaft aus dem Konzept, die oft Schwierigkeiten hatte, direktes, temporeiches Spiel zu unterbinden. Die Bereitschaft des Trainers, etwas defensive Stabilität für mehr Angriffsstärke zu opfern, war ein hochriskantes Glücksspiel, das letztendlich aufging.

Die Auswirkungen auf den Abstiegskampf sind immens. Jeder Punkt ist in einem überfüllten unteren Tabellendrittel kostbar, und ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten auswärts hat das Gewicht eines „Sechs-Punkte-Spiels“. Lecces Überlebenschancen sehen nun viel besser aus, und der psychologische Schub kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In einer Saison, in der ihnen oft mangelnde Durchschlagskraft vorgeworfen wurde, lieferte diese Leistung handfeste Beweise für einen Fortschritt.

Sassuolo, trotz aller technischen Qualität und Banktiefe, wurde von Gegnern, die es einfach mehr wollten, gewöhnlich aussehen gelassen. Di Francesco lobte die „großen Spielveränderer“ der Heimmannschaft, wies aber schnell darauf hin, dass Lecce selbst „gefährlicher als gewöhnlich“ war. Es war eine Absichtserklärung, die über die neunzig Minuten hinausreichte: Lecce hatte nicht nur einen Sieg gestohlen; sie hatten gezeigt, dass sie eine überlegene Mannschaft durch pure Entschlossenheit und clevere taktische Anpassungen ausspielen konnten.

Die gute Gesundheit, die Di Francesco seinem Herzen nach dem Schlusspfiff bescheinigte, wird von Lecce-Fans überall geteilt werden. Die Reise des Klubs unter seiner Führung war holprig, doch Momente wie dieser unterstreichen die Einheit und den Kampfgeist, den er vermittelt hat. Der Klassenerhalt ist noch lange nicht sicher, aber die Route sieht nun klarer aus. Die Salento-Mannschaft hat eine Formel gefunden, die sorgfältige Vorbereitung mit einem Schuss Kühnheit verbindet, und in Nächten wie dieser reicht das aus.

Während sich der Staub über einem dramatischen Abend in der Emilia-Romagna legt, steht eines fest: Di Francescos Mannen werden nicht ohne einen erbitterten Kampf absteigen. Der Trainer selbst, noch nach Luft ringend, fasste die Stimmung am besten mit seiner Mischung aus Erleichterung und Realismus zusammen. Lecces Saison könnte noch ein Happy End haben, und es sind Nächte wie diese, die den Charakter einer Mannschaft definieren, wenn die Einsätze am höchsten sind.

Basierend auf einem Bericht von Tuttosport.