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Ernst Tanner scheitert an MLS-Training: Rückkehr zu Union

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Ernst Tanner ist nach Ablauf seiner Sperre nicht zu den Union zurückgekehrt; die verordnete Schulung ist unvollständig. Philly nimmt am 22. Juli den

Mehr als einen Monat nachdem die von der Liga verhängte Sperre von Ernst Tanner offiziell ausgelaufen ist, hat der ehemalige Sportdirektor der Philadelphia Union seine Aufgaben im Klub immer noch nicht wieder aufgenommen. Mehrere Quellen bestätigen, dass Tanner die von der Disziplinarordnung der Major League Soccer geforderten nachsorgenden Schulungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen hat, was seine unmittelbare Zukunft bei den Union in der Schwebe lässt.

Die Sperre, die bis zum 1. Juni dauerte, resultierte aus einer Untersuchung, die ergab, dass Tanner gegen die 'Richtlinien und Standards für berufliches Verhalten' der Liga verstoßen hatte. Die Ermittlungen wurden wieder aufgenommen, nachdem ein Bericht des Guardian frühere Beschwerden der MLS Players Association bestätigt hatte, in denen Tanner rassistisches, sexistisches und homophobes Verhalten vorgeworfen wurde. Obwohl Tanner die Vorwürfe bestreitet, untermauerte die zweite Untersuchung der Liga genug, um eine Sperre ohne Bezahlung zu verhängen.

Als Teil seiner Strafe ordnete die MLS an, dass Tanner an nachsorgenden Schulungen teilnimmt, die darauf abzielen, die festgestellten Verhaltensprobleme anzugehen. Die genaue Art dieser Programme bleibt vertraulich, aber die Tatsache, dass er sie fast zwei Monate nach Ablauf seiner Sperre nicht abgeschlossen hat, stellt ein erhebliches Hindernis für eine mögliche Rückkehr dar. Ohne Erfüllung dieser Auflage kann Tanner nicht wieder an den Vereinsaktivitäten teilnehmen.

Union-Eigentümer Jay Sugarman äußerte sich Anfang des Monats auf einer Pressekonferenz zu der Situation und betonte, dass der Klub auf Ergebnisse von der Liga und den mit Tanner arbeitenden Spezialisten warte. 'Wir werden Gespräche mit ihm führen, sobald wir alle Informationen haben', sagte Sugarman und wies darauf hin, dass Tanner stets geplant hatte, nach Ablauf seines Vertrags nach Deutschland zurückzukehren. Dieser Zeitplan scheint sich schnell zu verkürzen, was eine Rückkehr zunehmend unwahrscheinlich macht.

In der Zwischenzeit hat die Union entschlossene Schritte unternommen, um ein Schiff zu stabilisieren, das wild vom Kurs abgekommen ist. Der Klub ernannte den ehemaligen Akademiedirektor Jon Scheer zum neuen Sportdirektor – ein Schritt, der eine Hinwendung zur Kontinuität aus den eigenen Reihen signalisiert. Unterdessen wurde Cheftrainer Bradley Carnell entlassen, nachdem die Mannschaft den schlechtesten Saisonstart der Franchise-Geschichte hingelegt hatte und auf den letzten Platz der Eastern Conference abgerutscht war.

Auf dem Platz erlebt Philadelphia eine der miserabelsten Spielzeiten in der MLS-Geschichte. Mit einem umgebauten Kader, dem es an Zusammenhalt und Selbstvertrauen mangelt, steht die Union fest auf dem letzten Platz und ist zu einem warnenden Beispiel für Vereine geworden, die auf ein schlankes Budgetmodell setzen. Der Zauber vergangener Spielzeiten, der auf Kampfgeist und einer herausragenden Akademie-Pipeline beruhte, ist verflogen.

Diese Pipeline bleibt jedoch ein Zeugnis von Tanners Amtszeit. In seinen Jahren an der Spitze verwandelte er die Union in ein vorbildliches Franchise für die Spielerentwicklung. Das von ihm mitaufgebaute Akademiesystem gilt weithin als eines der besten der Liga und hat mehrere US-Nationalspieler hervorgebracht, darunter Mitglieder des diesjährigen WM-Kaders. Sein Scouting-Netzwerk und seine kosteneffiziente Transferstrategie machten das Team trotz bescheidener Lohnkosten einst zu einem Dauerkonkurrenten.

Nun, da Tanners Stellung im Verein immer unsicherer wird, stehen die Union an einem Scheideweg. Scheer, ein angesehener Akademie-Kopf, muss die Folgen eines Führungsskandals bewältigen und gleichzeitig versuchen, eine zerrüttete Mannschaft wieder aufzubauen. Die Sackgasse bei der nachsorgenden Schulung wirft Fragen auf, ob Tanner jemals wieder für den Klub tätig sein wird oder ob sein Abgang nur eine Formalität ist, die auf die endgültige Bewertung der Liga wartet.

Das Schweigen der MLS und der Union verstärkt nur die Spannung. Keine Seite hat Klarheit darüber gegeben, welche spezifischen Vorwürfe bestätigt wurden, und lässt Fans und Beobachter über die Undurchsichtigkeit des Verfahrens spekulieren. Dieser Mangel an Transparenz hat Frustration geschürt, insbesondere da der sportliche Zusammenbruch der Mannschaft eine klare Vision für die Zukunft erfordert.

Mit Blick auf die Zukunft soll die Union am 22. Juli wieder in der MLS aktiv sein, wenn sie die New York Red Bulls empfängt. Dieses Datum zeichnet sich als Wendepunkt ab: Bis dahin könnte der Klub den Bericht der Liga über Tanner erhalten haben, was ihnen ermöglicht, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Vorerst bleibt der suspendierte Funktionär in der Warteschleife, sein Scheitern an der Schulung sinnbildlich für einen Verein, der zwischen einer glanzvollen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft schwebt.

Basierend auf einer Berichterstattung des Guardian.