Ezequiel 'Pocho' Lavezzi hat eine bemerkenswerte Anekdote aus seinem Leben nach dem Karriereende geteilt und enthüllt, dass er einst einen Anruf des FC Barcelona abgelehnt hat – während er am Strand entspannte. Der argentinische Stürmer, der 2020 seine Stiefel an den Nagel hängte, gab bekannt, dass er nur wenige Wochen nach seinem Rücktritt während der Höhephase der COVID-19-Pandemie einen unerwarteten Anruf des katalanischen Klubs erhielt.
In einem offenen Interview berichtete Lavezzi, wie er einen Tag am Strand genoss, als sein Telefon klingelte. Am anderen Ende war ein Vertreter, der ihm mitteilte, dass Barcelona ihn aus dem Ruhestand holen und in den Kader aufnehmen wollte. Lavezzis Antwort war sofort und unmissverständlich: 'ni en pedo', ein umgangssprachlicher argentinischer Ausdruck, der in etwa 'keine Chance' oder 'auf keinen Fall' bedeutet.
Lavezzis Karriere war geprägt von Stationen bei Napoli, Paris Saint-Germain und Hebei China Fortune, wo er zu einem der bestbezahlten Spieler der Welt wurde. Er bestritt 51 Länderspiele für Argentinien, gewann 2008 eine olympische Goldmedaille und wurde 2014 Vizeweltmeister sowie dreimaliger Zweiter bei der Copa América. Bekannt für sein Tempo, seine Arbeitsrate und sein technisches Können, war Lavezzi eine hoch angesehene Persönlichkeit im europäischen Fußball. Doch 2020, im Alter von 35 Jahren, beschloss er, seine aktive Karriere zu beenden.
Der Sommer 2020 war eine außergewöhnliche Zeit im Fußball. Die Pandemie hatte die Saisons weltweit durcheinandergebracht, und La Liga sowie andere Wettbewerbe wurden nach einer Unterbrechung hinter verschlossenen Türen wieder aufgenommen. Viele Klubs kämpften mit finanzieller Unsicherheit und Kadern, die durch einen vollen Terminkalender überfordert waren. Insbesondere Barcelona befand sich im Umbruch, durchlief eine Übergangsphase unter Trainer Quique Setién und hatte mit den Folgen von Spielerunruhen und Vorstandswirren zu kämpfen.
Obwohl Lavezzi seit seiner Zeit in China nicht mehr gespielt hatte, könnte sein Profil als vielseitiger Angreifer mit Erfahrung auf höchstem Niveau für Barcelona als kostengünstige kurzfristige Option attraktiv gewesen sein. Der Klub suchte Berichten zufolge nach Verstärkung für die Offensive, und ein Spieler von Lavezzis Kaliber auf einem freien Transfer hätte ein verlockender Glücksgriff sein können.
Für einen Spieler ist es eine Seltenheit, Barcelona abzulehnen. Das Prestige, die Geschichte und die globale Anziehungskraft des Klubs bedeuten, dass die meisten Fußballer die Chance ergreifen würden, das Blaugrana-Trikot zu tragen. Lavezzis klare Absage sticht daher als bemerkenswerte Ausnahme hervor und unterstreicht nicht nur seine Zufriedenheit mit dem Ruhestand, sondern auch die sich verändernden Umstände rund um den Klub zu jener Zeit.
Lavezzis Verwendung des Ausdrucks 'ni en pedo' spiegelt seine charakteristische Offenheit wider. Es deutet darauf hin, dass die Idee, zu den Strapazen des Profifußballs zurückzukehren, insbesondere während einer Pandemie, für ihn nicht reizvoll war. Nachdem er beträchtlichen Reichtum angehäuft und eine lange Karriere hinter sich hatte, scheint Lavezzi sein persönliches Leben und Wohlbefinden über ein Last-Minute-Comeback gestellt zu haben, selbst für einen Klub von Barcelonas Größe.
Die Episode, obwohl ein kleiner Ausrutscher in Barcelonas Geschichte, bietet einen Einblick in die Rekrutierungsschwierigkeiten des Klubs während einer chaotischen Zeit. Von einem pensionierten Spieler abgewiesen, verpflichtete die katalanische Seite in jenem Sommer Spieler wie Miralem Pjanić und Francisco Trincão, während sie später Klubikone Luis Suárez abgab. Der gescheiterte Annäherungsversuch an Lavezzi unterstreicht die Herausforderungen, denen Barcelona bei der Anwerbung und Bindung von Talenten inmitten institutioneller Unruhe gegenüberstand.
Seit seinem Rücktritt hat sich Lavezzi weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen und machte gelegentlich Schlagzeilen mit seinen Geschäftsprojekten und seinem Privatleben. Seine Enthüllung fügt seiner Geschichte ein interessantes Kapitel hinzu und festigt sein Image als Querkopf, der nie seinen unabhängigen Geist verlor – selbst wenn eine der Fußball-Supermächte anklopfte.
Am Ende wird Lavezzis Strandtag als der Moment in Erinnerung bleiben, als er Barcelona 'Nein' sagte. Es ist ein Zeugnis für die Persönlichkeit des Argentiniers und eine rare Geschichte in den Annalen der Transferlegenden. Für Barcelona war es eine Erinnerung daran, dass selbst die traditionsreichsten Klubs nicht immer bekommen, was sie wollen. Basierend auf einem Bericht von Fútbol.