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Faktencheck: Lulas Zitat "Niemand isst Benzin" aus dem

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Ein virales Video behauptet fälschlicherweise, Präsident Lula habe über steigende Benzinpreise gesagt: "Niemand isst Benzin." Faktenchecker bestätigen, dass

Ein auf sozialen Medien verbreitetes Videoclip hat Kontroversen ausgelöst, mit Behauptungen, der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva habe eine abwertende Bemerkung über die Lebenshaltungskosten gemacht. Der Clip, der Ende April weit verbreitet war, zeigt den Präsidenten mit den Worten: 'Niemand isst Biodiesel, niemand isst Benzin.'

Beiträge, die das Video teilen, enthalten oft Untertitel, die darauf hindeuten, dass Lula über die hohen Treibstoffpreise in Brasilien sprach, mit Einblendungen wie 'Bei einem durchschnittlichen Literpreis von 7,00 R$ erklärt Lula in Deutschland: "Niemand isst Benzin"'. Die Implikation war, dass der Präsident die öffentliche Besorgnis über teures Benzin herunterspiele.

Eine gründliche Untersuchung zeigt jedoch, dass diese Darstellung völlig falsch ist. Das Video ist authentisch und nicht durch künstliche Intelligenz erstellt, wurde jedoch stark bearbeitet und aus seinem ursprünglichen Kontext gerissen. Die Aussagen wurden während eines bestimmten internationalen Engagements getätigt.

Der vollständige Kontext stammt aus der Teilnahme von Präsident Lula am 42. Brasilien-Deutschland Wirtschaftstreffen in Hannover, Deutschland. Die Veranstaltung war Teil der Hannover Messe, einer großen globalen Industriemesse. In seiner Rede warb Lula aktiv für brasilianische Biokraftstoffe als nachhaltige und tragfähige Alternative für den EU-Markt.

Seine Äußerungen waren eine direkte Antwort auf das, was er als 'Mythologie' bezeichnete, die von Gegnern technologischer Innovation im Kraftstoffsektor verbreitet wird. Diese Erzählung behauptet fälschlicherweise, dass die brasilianische Biokraftstoffproduktion die Ernährungssicherheit gefährde, indem sie mit landwirtschaftlichen Flächen für Nahrungspflanzen konkurriere.

In seiner vollständigen Rede betonte Lula, dass Ernährungssicherheit die wichtigste 'Waffe' der Welt sei und kein Land 'verrückt' genug wäre, die Nahrungsmittelproduktion durch Kraftstoffproduktion zu ersetzen. Er argumentierte, dass beide Sektoren gleichzeitig entwickelt werden könnten, indem Brasilien große Flächen degradierten Landes für Biokraftstoffpflanzen nutze, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu beeinträchtigen oder zu Entwaldung zu führen.

Das Kommunikationssekretariat der Präsidentschaft (Secom) dementierte offiziell die viralen Behauptungen. In einer Erklärung bestätigten sie, dass die Aussage des Präsidenten aus dem Zusammenhang gerissen wurde und er hervorhob, dass die Biokraftstoffproduktion die Nahrungsmittelproduktion nicht beeinträchtige. Secom verurteilte die Verbreitung falscher Informationen unter Verwendung des Bildes des Präsidenten scharf und erklärte, dass sie nur dazu diene, die Öffentlichkeit zu desinformieren und die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Das bearbeitete Video ließ bequemerweise die umgebenden Sätze weg, die die Diskussion über Biokraftstoffe und europäische Handelsbarrieren einordneten, nicht über inländische Treibstoffpreise. Dieser Fall dient als klares Beispiel dafür, wie selektive Bearbeitung die Botschaft einer öffentlichen Person verzerren kann, um eine irreführende Erzählung zu erzeugen. Basierend auf Berichten von g1.