Eine 22-jährige Frau wurde wegen 15 Betrugsfällen im Zusammenhang mit einem ausgeklügelten Handyverkaufsschema angeklagt, das Kunden angeblich um etwa 150.000 R$ betrogen hat. Der Fall, der von der Polizei in Contagem in der Metropolregion Belo Horizonte untersucht wurde, erstreckt sich über die letzten zwei Jahre.
Laut Behörden baute die Verdächtige zunächst Vertrauen zu Kunden auf, indem sie scheinbar legitime Handys zu deutlich reduzierten Preisen anbot – manchmal nur zum halben Marktwert. Die Geräte wurden mit offiziell aussehender Dokumentation geliefert, einschließlich Kaufquittungen und Kaufverträgen. Bei der ersten Transaktion erhielten die Käufer ihre Handys problemlos, was die Glaubwürdigkeit für zukünftige Geschäfte stärkte.
Das Schema wurde angeblich aufgedeckt, als Stammkunden weitere Käufe tätigten, aber nie die versprochenen Geräte erhielten. Die Polizei hat bisher 15 Opfer identifiziert, obwohl Ermittler glauben, dass die tatsächliche Zahl der Betroffenen deutlich höher sein könnte und sich potenziell über mehrere Bundesstaaten in Brasilien erstreckt.
Ermittler enthüllten, dass die Verdächtige zuvor drei physische Einzelhandelsstandorte im Stadtteil Eldorado in Contagem betrieb, bevor sie ihren Verkaufsbetrieb auf Online-Plattformen verlagerte. Dieser digitale Wandel hat die Ermittlungen erschwert und die potenzielle geografische Reichweite des mutmaßlichen Betrugs erweitert.
Während der Befragung auf der Polizeiwurde die Verdächtige von einem Rechtsbeistand begleitet. Trotz der Anklage wurde sie nicht in Gewahrsam genommen. Die Anklagepunkte ziehen erhebliche Strafen nach brasilianischem Recht nach sich: Standardbetrug wird mit ein bis fünf Jahren Haft bestraft, während elektronischer Betrug für verschärfte Strafen von zwei bis acht Jahren Gefängnis qualifiziert.
Die Behörden haben beim Gericht Anträge eingereicht, um die Rückgewinnung der Gelder für die Opfer zu erleichtern, die durch das Schema Verluste erlitten. Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei weitere Opfer identifiziert, die möglicherweise durch die Online-Verkaufsaktivitäten der Verdächtigen ins Visier geraten sind.
Basierend auf Berichten von g1.