Der letzte Spieltag der Serie-B-Saison lieferte hochdramatische Szenen und bestätigte Auf- und Abstieg in entscheidender Weise. Venedig, das bereits die Rückkehr in die Serie A gesichert hatte, hob nach einem 2:0-Sieg gegen Palermo offiziell die Serie-B-Trophäe. Ihre konstante Leistung über die gesamte Saison brachte ihnen den Meistertitel ein.
Das dramatischere Szenario entfaltete sich im Rennen um den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Frosinone ging am letzten Spieltag mit dem Schicksal in der eigenen Hand ins Rennen und nutzte die Gelegenheit nachdrücklich. Eine spektakuläre 5:0-Demolierung von Mantova, unterstrichen durch ein Tor der Saison-Offenbarung, des algerischen Talents Farès Ghedjemis, sicherte ihnen den Platz in Italiens höchster Spielklasse für die kommende Saison.
Mit den ersten beiden Plätzen entschieden, wird der Kampf um das dritte Aufstiegsticket über die Playoffs äußerst hart umkämpft sein. Sechs Teams – Monza, Palermo, Catanzaro, Modena, Juve Stabia und Avellino – werden nun in einem K.-o.-Turnier um den letzten Platz in der Serie A antreten.
Am unteren Ende der Tabelle endete die Saison für drei Vereine in Enttäuschung. Reggiana, La Spezia und Pescara stiegen alle in die Serie C ab. Der Abstieg ist für Pescara besonders schmerzhaft, ein Verein, der im Januar bedeutende Investitionen tätigte, indem er den Euro-2020-Sieger Lorenzo Insigne zurückholte. Trotz Insignes Beitrag von fünf Toren und drei Vorlagen reichten seine Bemühungen nicht aus, um die Mannschaft vor dem Abstieg zu bewahren.
Pescaras Abstieg markiert auch einen Rückschlag für das Eigentümerprojekt des Vereins, bei dem der italienische Nationalspieler Marco Verratti letzten Sommer Miteigentümer wurde. Die ehrgeizigen Pläne des Vereins stehen nun vor einer großen Hürde, während sie sich auf das Leben in der dritten Liga des italienischen Fußballs vorbereiten.
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