Gericht in Aracaju ordnet Räumung besetzten Gebäudes an: 24-Stunden-FristEin am Mittwoch, dem 6., unterzeichneter Gerichtsbeschluss hat die sofortige Räumung des Gebäudes angeordnet, das das städtische Sekretariat für Familie und Sozialhilfe (Semfas) im Stadtteil Suíssa von Aracaju beherbergt. Das Urteil verlangt, dass alle derzeit das Grundstück besetzenden Familien innerhalb von 24 Stunden ausziehen müssen.
Die Entscheidung warnt vor möglichen Geldstrafen und dem Einsatz von Gewalt, einschließlich polizeilicher Maßnahmen, falls die Anordnung nicht befolgt wird. Die Besetzung begann am Montag, dem 4., als Protestaktion von Familien, die Wohnungslösungen fordern.
Die Demonstranten setzen sich insbesondere für Wohnraum für 59 Familien aus der Besetzung Marielle Franco im Stadtteil Porto Dantas ein. Als Reaktion auf die Situation gab die Präfektur von Aracaju eine offizielle Mitteilung heraus, in der sie erklärte, sie habe diese 59 Familien bereits versorgt und die erforderlichen Registrierungen für Wohnungsbauprogramme abgeschlossen.
Die Stadtregierung betonte, dass sie weiterhin offen für Dialog sei, aber Praktiken, die die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden, nicht dulde. Die Situation verdeutlicht die anhaltende Spannung zwischen Wohnungsbedarf und Verwaltungsprozessen in der Stadt.