In einem schockierenden Vorfall im Viertel Barra Funda in São Paulo wurde ein Haarstylist in seinem eigenen Salon von einer unzufriedenen Kundin erstochen. Der Angriff, der am Dienstagnachmittag, dem 5. Mai, stattfand, wurde von den Sicherheitskameras des Salons aufgezeichnet. Das Opfer, Eduardo Ferrari, erlitt eine oberflächliche Wunde am Rücken.
Die Angreiferin, identifiziert als Laís Gabriela Barbosa da Cunha, war Kundin im Salon Casa Ferrare an der Avenida Marquês de São Vicente. Wochen vor dem Angriff hatte sie sich einer Haarsträhnchen- und Texturierungsbehandlung von Ferrari unterzogen. Laut Polizeiberichten verließ sie den Salon zunächst zufrieden mit den Ergebnissen und veröffentlichte sogar positive Bewertungen in sozialen Medien.
Ihre Zufriedenheit verwandelte sich jedoch etwa eine Woche später in Wut. Zeugen berichteten der Polizei, dass sie begann, Nachrichten an den WhatsApp des Salons zu senden, in denen sie sich über die Behandlung beschwerte und eine Rückerstattung forderte. Die Beschwerden eskalierten zu Drohungen, wobei ein Angestellter erklärte, sie habe den Wunsch geäußert, den Profi „anzuzünden“. Ihr wurde geraten, rechtliche Schritte einzuleiten, falls sie die Dienstleistung anfechten wolle.
Das Überwachungsvideo zeigt die angespannte Konfrontation. Ferrari bediente gerade einen anderen Kunden, als Cunha auf ihn zukam. Nach einem kurzen Gespräch holte sie ein Messer aus ihrer Handtasche und stach ihm in den Rücken. Personal und Sicherheitskräfte griffen schnell ein und hielten sie fest.
In Videos, die nach dem Vorfall aufgenommen wurden, erklärte die Kundin ihre Frustration und behauptete, der Haarstylist habe ein Rasiermesser verwendet, um ihre Haare zu schneiden, sodass ihr Pony wie die Zeichentrickfigur „Cebolinha“ aus dem brasilianischen Comic Turma da Mônica aussah. Sie gestand die Tat, wie das öffentliche Sicherheitssekretariat (SSP) mitteilte.
Der Fall wurde im 91. Polizeirevier als Körperverletzung, Drohung und Selbstverletzung registriert. Er wurde an das Sonderstrafgericht (Jecrim) weitergeleitet, wo der Tatverdächtige in der Regel bis zum Prozess freigelassen wird. Die Staatsanwaltschaft und das Gericht werden den Fall nun analysieren und können alternative Maßnahmen wie Vergleiche, Geldstrafen oder gemeinnützige Arbeit vorschlagen.
Basierend auf Berichterstattung von g1.