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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: 5 Fälle, 3

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WHO bestätigt 5 Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius aus Argentinien mit 3 Todesopfern. Mehrere Länder überwachen Passagiere auf mögliche

Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius hat zu fünf bestätigten Infektionen und drei Todesfällen geführt, was eine koordinierte internationale Gesundheitsreaktion ausgelöst hat. Das Schiff, das aus Argentinien abgefahren ist, ist nun Gegenstand einer globalen Überwachungsmaßnahme unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Gesundheitsbehörden zahlreicher Länder.

Die bestätigten Fälle umfassen einen 69-jährigen britischen Mann, der in eine Intensivstation in Johannesburg, Südafrika, evakuiert wurde, sowie eine deutsche Frau, die an Bord des Schiffes verstarb. Ein niederländisches Paar kam ebenfalls ums Leben. Die WHO hat den Zeitverlauf des Ausbruchs detailliert beschrieben und darauf hingewiesen, dass die ersten Symptome Anfang April auftraten und der erste Todesfall am 11. April eintrat.

Die Übertragung des Hantavirus erfolgt typischerweise durch Einatmen von Aerosolpartikeln aus dem Urin, Speichel oder Kot infizierter wilder Nagetiere. Obwohl eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung selten ist, wurde sie bei bestimmten Stämmen wie dem Anden-Hantavirus dokumentiert. Die WHO hat betont, dass dieser Ausbruch auf die Schifsumgebung beschränkt ist und nicht den Beginn einer neuen Pandemie signalisiert.

Gesundheitsbeamte verfolgen nun Kontakte über das Schiff hinaus. Verdächtige Fälle werden in Frankreich, den Niederlanden und Singapur bei Personen untersucht, die nicht an der Kreuzfahrt teilgenommen haben, aber möglicherweise während einer Flugreise exponiert waren. So wurde beispielsweise eine Flugbegleiterin in Amsterdam nach potenziellem Kontakt ins Krankenhaus eingeliefert, und zwei Personen in Singapur wurden isoliert, nachdem sie einen Flug mit einer betroffenen Person geteilt hatten.

Die Symptome einer Hantavirus-Infektion, bekannt als Hantavirus-Kardiopulmonales Syndrom, reichen von Fieber, Muskelschmerzen und Müdigkeit bis hin zu schwerer Atemnot. Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung; die Betreuung ist unterstützend und kann intensive Maßnahmen wie mechanische Beatmung erfordern. Die WHO empfiehlt, dass die allgemeine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit gering bleibt, jedoch aufgrund der Inkubationszeit des Virus Wachsamkeit erforderlich ist.

Ein Experte der WHO befindet sich derzeit an Bord der MV Hondius und begleitet die Passagiere zu ihrem Zielort Teneriffa, Spanien. Die Organisation hat die Heimatländer aller Passagiere, die auf St. Helena von Bord gegangen sind – darunter Kanada, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Neuseeland, Singapur, Schweden, die Schweiz, Türkei, Vereinigtes Königreich und die Vereinigten Staaten – benachrichtigt, um eine angemessene Überwachung sicherzustellen.

Berichterstattung basierend auf g1.