Kai Havertz ließ keine Zeit verstreichen, um sich erneut in die Geschichtsbücher der Champions League einzutragen. Der Arsenal-Stürmer eröffnete im Finale gegen Paris Saint-Germain in Budapest den Torreigen und traf bereits nach sechs Minuten. Der frühe Treffer brachte Arsenal nicht nur in Führung, sondern katapultierte Havertz auch in eine exklusive Gruppe von Spielern, die in zwei verschiedenen Champions-League-Endspielen für zwei verschiedene Vereine getroffen haben.
Mit seinem Treffer gegen PSG wurde Havertz erst der dritte Spieler in der Geschichte des Wettbewerbs, dem dieses bemerkenswerte Kunststück gelang. Er gesellt sich zu den legendären Cristiano Ronaldo, der 2008 für Manchester United und 2014 und 2017 für Real Madrid traf, und Mario Mandžukić, der 2013 für Bayern München und 2017 für Juventus traf. Die Liste zeugt von der Schwierigkeit, überhaupt mit mehreren Vereinen ins Finale einzuziehen, geschweige denn auf der größten Bühne des europäischen Klubfußballs zu treffen.
Havertz' erstes Finaltor erzielte er 2021, als sein kluger Abschluss Chelsea einen 1:0-Sieg über Manchester City bescherte. In diesem Moment festigte er seinen Ruf als Spieler für die großen Momente, und seitdem hat er diesen Ruf nur noch ausgebaut. Sein Wechsel zu Arsenal brachte eine neue Herausforderung mit sich, aber der deutsche Nationalspieler hat sich weiterentwickelt, insbesondere im Europapokal, wo seine Ruhe und seine Bewegungen zu unschätzbaren Werten geworden sind.
Das Budapester Finale war die jüngste Demonstration von Havertz' Mentalität für große Spiele. Das Tor in der 6. Minute war das Ergebnis intelligenter Positionierung und präziser Ausführung, das eine überraschte PSG-Abwehr bestrafte. Es verlagerte sofort das Momentum auf die Seite von Arsenal und brachte die Pariser Fans, die die Reise nach Ungarn unternommen hatten, zum Verstummen.
Vor dem Finale war Havertz in glänzender Form für die Gunners. In seinen letzten sechs Spielen in allen Wettbewerben war er direkt an fünf Toren beteiligt – drei Tore und zwei Vorlagen. Diese Serie umfasste entscheidende Eingriffe in der Premier League und in den späteren Phasen der Champions League, was seine Bedeutung für das taktische System von Mikel Arteta unterstreicht.
Havertz' Fähigkeit, in Finalspielen zu liefern, ist kein Zufall. Nach seinen Heldentaten gegen City im Jahr 2021 legte er wenige Monate später im Finale der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft nach, als er den entscheidenden Elfmeter in der Verlängerung verwandelte und Palmeiras besiegte. Diese Ruhe unter Druck ist zu einem Markenzeichen seiner Karriere geworden, und Arsenal-Anhänger können sich glücklich schätzen, einen Spieler zu haben, der in den entscheidenden Momenten auf den Punkt abrufbar ist.
Die Leistung stellt Havertz auch in eine elitäre historische Gesellschaft. Cristiano Ronaldos Kunststück umfasst einen Rekord von fünf Champions-League-Titeln, während Mandžukićs kräftige Kopfballtore zwei verschiedene Ären für Bayern und Juventus prägten. Dass Havertz sich im Alter von nur 25 Jahren zu diesem Duo gesellt, spricht Bände über seine Entwicklung und das Potenzial für noch größere Erfolge in der Zukunft.
Aus taktischer Perspektive zeigte Havertz' Tor gegen PSG seine Vielseitigkeit. Als zentraler Stürmer eingesetzt, schuf seine Bewegung zwischen den Linien die Lücke, und sein Abschluss war der eines natürlichen Torjägers. Es war ein Moment, der Artetas Vertrauen in ihn bestätigte und die Entwicklung Arsenals von Premier-League-Konkurrenten zu echten europäischen Schwergewichten unterstrich.
Die Rekordbücher haben nun einen neuen Eintrag, und Havertz' Name steht neben zwei der größten Stürmer der Neuzeit. Es ist ein Meilenstein, der noch jahrelang diskutiert werden wird. Für Havertz ist es ein weiteres Kapitel in einer Karriere, die für Größe bestimmt zu sein scheint, wobei er technisches Können mit einer unheimlichen Fähigkeit verbindet, abzuliefern, wenn das Rampenlicht am hellsten ist.
Basierend auf Berichten von L'Equipe.