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Historische Schwarm von Riesen-Zackenbarsch vor der Küste

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Wissenschaftler dokumentieren die erste Ansammlung von vom Aussterben bedrohten Riesen-Zackenbarschen in den Gewässern von Alagoas, was einen bedeutenden Fund

Bei einer bahnbrechenden Entdeckung für die Meeresbiologie haben Forscher Aufnahmen des ersten dokumentierten Schwarms von Riesen-Zackenbarschen vor der Küste von Alagoas, Brasilien, gemacht. Die bedeutende Beobachtung erfolgte während wissenschaftlicher Tauchgänge im April, die von Teams des Projeto Meros do Brasil (PMB) und der Universidade Federal de Alagoas (Ufal) durchgeführt wurden.

Das Team dokumentierte etwa 15 große ausgewachsene Riesen-Zackenbarsche mit einer Länge zwischen 1,6 und 2,3 Metern, die in einer Tiefe von etwa 30 Metern gemeinsam schwammen. Dieser Fund ist besonders bemerkenswert, da Riesen-Zackenbarsche normalerweise Einzelgänger sind und meist allein auf Riffsystemen beobachtet werden.

Marcio Lima Jr., der Forschungsleiter von Projeto Meros do Brasil, betonte in einem Interview die Seltenheit eines solchen Ereignisses. Er merkte an, dass ähnliche Ansammlungen zwar in südlichen Bundesstaaten wie Santa Catarina und Paraná gut dokumentiert sind, Sichtungen im Nordosten jedoch außergewöhnlich selten sind. Dies ist der erste derartige Nachweis für den Bundesstaat Alagoas.

Die Forscher glauben, dass es sich bei dieser Ansammlung um eine Fortpflanzungsversammlung handeln könnte, eine kritische Phase im Lebenszyklus der Art. Sie betonten jedoch, dass eine Bestätigung eine weitere Analyse von biologischem Material erfordert. Solche Ansammlungen, ob zur Nahrungsaufnahme oder Fortpflanzung, stellen sensible Perioden dar, die die Tiere anfälliger für Bedrohungen wie illegale Fischerei machen.

Der Riesen-Zackenbarsch, wissenschaftlich bekannt als Epinephelus itajara, ist einer der Giganten des Riffökosystems. Diese Fische können in ihrem natürlichen Lebensraum eine Länge von über 2,5 Metern und ein Gewicht von über 400 Kilogramm erreichen. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Meeresökosysteme.

Neben den Zackenbarschen offenbarte der Tauchgang auch andere Umweltprobleme. Die Forscher dokumentierten das Vorkommen invasiver Arten, darunter Rotfeuerfische und Sonnenkorallen, sowie Geisternetze – verlassene Fischereiausrüstung, die weiterhin wahllos Meereslebewesen fängt.

Ein großes Anliegen des wissenschaftlichen Teams ist der Ort dieser Ansammlung. Das Gebiet, in dem der Schwarm gefunden wurde, ist derzeit durch keine formelle Schutzeinheit geschützt. Diese Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit möglicher politischer Maßnahmen, um diese kritischen Lebensräume entlang der brasilianischen Küste zu schützen.

Die Forscher rufen die Öffentlichkeit auf, bei Schutzbemühungen zu helfen. Sie raten jedem, der auf einen Riesen-Zackenbarsch trifft, ob lebend oder tot, dies mit einem Bild zu dokumentieren und die Sichtung über soziale Medien an Projeto Meros do Brasil oder UFAL Penedo zu melden. Sie betonen, wie wichtig es ist, die Art nicht zu fischen, zu kaufen oder zu konsumieren, da ihr Fang, Transport und Verkauf gesetzlich verboten sind. Jede Sichtung eines lebenden Zackenbarsches wird als positiver Indikator für die Gesundheit der Meeresumwelt angesehen.

Basierend auf einem Bericht von g1.