Ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Bus mit Hyundai-Werksarbeitern und einem Zuckerrohr-LKW in Piracicaba, São Paulo, hat fünf Menschen verletzt, darunter einen in kritischem Zustand. Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs, 6. Mai, auf einer Autobahn in der Region.
Berichten zufolge erlitten vier Hyundai-Mitarbeiter leichte Verletzungen, während der 53-jährige Busfahrer Beinbrüche erlitt. Der Fahrer wurde zur Behandlung in das Krankenhaus Santa Casa de Piracicaba gebracht. Der Bus transportierte zum Zeitpunkt des Vorfalls insgesamt 25 Hyundai-Mitarbeiter.
Hyundai hat bestätigt, dass alle Passagiere an Bord medizinisch untersucht wurden und inzwischen nach Hause entlassen wurden, wo sie unter häuslicher Beobachtung stehen. Das Unternehmen erklärte, es unterstütze die Betroffenen und werde mit den Behörden zusammenarbeiten, die die Unfallursache untersuchen.
Rechtsexpertin Letícia Rossi, eine auf Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten spezialisierte Anwältin, hat klargestellt, dass Mitarbeiter, die bei solchen Vorfällen während der Nutzung firmeneigener Transportmittel verletzt werden, bestimmte Rechte haben. Sie erklärte, dass diese Situation nach brasilianischem Recht als 'Wegeunfall' eingestuft wird, der speziell durch das Gesetz Nr. 8.213/1991 geschützt ist.
Nach diesem Gesetz haben Arbeitnehmer, die auf dem Weg zur oder von der Arbeit verletzt werden, Anspruch auf dieselben Sozialversicherungsleistungen wie bei einem typischen Arbeitsunfall. Dazu gehört das Recht, vor dem Arbeitsgericht Klage auf Schmerzensgeld einzureichen, wobei die Verantwortung bei dem Unternehmen liegt, das den Chartertransport bereitstellt.
Darüber hinaus erhalten Arbeitnehmer, die aufgrund von Verletzungen aus einem solchen Unfall mehr als 15 Tage ausfallen müssen, nach ihrer ärztlichen Freigabe und Rückkehr an den Arbeitsplatz eine vorläufige Arbeitsplatzsicherheit für 12 Monate. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, eine Arbeitsunfallmeldung (CAT) auszustellen, und der Arbeitnehmer wird zur medizinischen Begutachtung an das Nationale Sozialversicherungsinstitut (INSS) überwiesen, um eine vorübergehende oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit festzustellen.
In Fällen, in denen ein Arbeitnehmer dauerhafte körperliche Folgeschäden durch den Unfall erleidet, kann er auch Anspruch auf materiellen Schadenersatz haben, der eine lebenslange Rente zusätzlich zum Schmerzensgeld umfassen kann. Für den Busfahrer wird der Unfall, da er zum Zeitpunkt des Unfalls im Dienst war, als typischer Arbeitsunfall betrachtet, der ihm die gleichen Rechte auf Stabilität, eine mögliche lebenslange Rente und Schmerzensgeldforderungen gewährt.
Das für den Charterdienst verantwortliche Busunternehmen Viação Monte Alegre hat noch nicht auf Anfragen zur Stellungnahme bezüglich des Vorfalls reagiert. Basierend auf Berichterstattung von g1.