In einer bedeutenden Entwicklung in einem aufsehenerregenden Fall von sexuellem Missbrauch wurde der Jiu-Jitsu-Trainer Melquisedeque de Lima Galvão Ferreira, allgemein bekannt als Melqui Galvão, aus dem Bundesstaat Amazonas nach São Paulo verlegt. Die von der Justiz genehmigte Verlegung erfolgte am Donnerstag, den 7. Mai, wie die Zivilpolizei von Amazonas bestätigte. Galvão war seit seiner Festnahme Ende April in einer speziellen Zelle auf der Generalpolizeistation (DG) in Amazonas inhaftiert.
Die Festnahme erfolgte aufgrund mehrerer Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs, wobei die Ermittlungen mindestens drei Opfer identifiziert haben. Darunter ist eine 17-jährige ehemalige Schülerin, die über nicht einvernehmliche Handlungen während eines internationalen Sportwettbewerbs berichtete. Das Opfer, das derzeit in den Vereinigten Staaten lebt, sagte zusammen mit Familienmitgliedern aus. Ein weiteres Opfer gab an, zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle erst 12 Jahre alt gewesen zu sein.
Die von der 8. Frauenverteidigungspolizeistation (DDM) in São Paulo geleiteten Ermittlungen haben überzeugende Beweise gesammelt. Dazu gehört eine Aufnahme, in der der Angeklagte die Tatsachen angeblich indirekt zugibt und versucht, den Fortgang des Falls durch das Angebot einer finanziellen Entschädigung zu verhindern. Die Untersuchung hat auch zwei weitere potenzielle Opfer in verschiedenen brasilianischen Bundesstaaten aufgedeckt.
Die Behörden vollstreckten den Haftbefehl in Manaus, nachdem Galvão weniger als 24 Stunden zuvor nach Amazonas gereist war. Er stellte sich nach Absprache zwischen den beiden Staatspolizeien der Polizei. Gleichzeitig mit der Festnahme wurden drei Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse an Orten vollstreckt, die mit dem Verdächtigen in Jundiaí im Landesinneren von São Paulo in Verbindung stehen.
Melqui Galvão ist eine prominente Persönlichkeit in der Kampfsportgemeinschaft, besitzt einen schwarzen Gürtel und betreibt eine Akademie in der Nordzone von Manaus. Er war auch als Selbstverteidigungslehrer für die Zivilpolizei von Amazonas tätig. Aufgrund der Schwere der Anschuldigungen wurde er vorsorglich von seinen Aufgaben suspendiert, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.
Der Fall entwickelt sich weiter, wobei die Zivilpolizei von Amazonas erklärt, dass die Ermittlungen in Manaus noch andauern. Dazu gehören sowohl persönliche als auch virtuelle Aussagen, um mögliche Straftaten weiter zu untersuchen. Die Verlegung nach São Paulo markiert eine neue Phase in den rechtlichen Verfahren gegen den Trainer.
Basierend auf Berichterstattung von g1.