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Laval-Trainer Frapolli nach 7 Jahren weg: Was es bedeutet

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Olivier Frapolli verlässt Stade Lavallois nach sieben Spielzeiten, der längsten Amtszeit im französischen Profifußball. Der Präsident zieht nach dem Play-off

Am Freitag ließ der Präsident von Stade Lavallois auf einer Pressekonferenz, die eigentlich zur Saisonbilanz gedacht war, eine Bombe platzen. Bevor er auf die knappe Rettung des Vereins vor dem Abstieg einging, gab er bekannt, dass Olivier Frapolli nicht als Cheftrainer zurückkehren würde. Die Entscheidung, die nach einem langen morgendlichen Treffen als gegenseitig bezeichnet wurde, beendet eine siebenjährige Zusammenarbeit, die den Verein aus Mayenne neu geprägt hat.

Frapolli kam 2019, als Laval noch in der drittklassigen National spielte. Er vermittelte schnell ein Gefühl von Zielstrebigkeit und führte die Tangos durch die Ligen. Sein Meilenstein war 2022: die National-Meisterschaft und der Aufstieg zurück in die Ligue 2, die die Zeit des Vereins außerhalb des Profifußballs beendete.

Nach der Rückkehr in die Ligue 2 sicherte Frapollis Laval in jeder folgenden Saison den Klassenerhalt. Die dramatischste war die Saison 2023-24, in der ein 16. Platz ein Relegationsplay-off gegen den FC Rouen erzwang. Nach einem 1:1-Auswärtsremis hielt man daheim mit einem 1:0-Sieg die Klasse.

Doch unter der Erleichterung war die Belastung spürbar. Der Präsident gab zu, dass er und Frapolli nach langem Überlegen übereinstimmten, dass „es vielleicht der Moment war, die eine Saison zu viel nicht zu machen“. Dies deutet auf den Wunsch hin, die Partnerschaft nicht über ihren natürlichen Höhepunkt hinaus zu verlängern – eine gegenseitige Erkenntnis, dass auch eine erfolgreiche Amtszeit zu Ende gehen kann. Frapolli hatte einen Vertrag bis 2027.

Frapollis Abgang ist statistisch bemerkenswert: Er war der am längsten amtierende Trainer aller drei vollprofessionellen französischen Ligen (Ligue 1, Ligue 2 und die bald umbenannte National). Seine siebenjährige Amtszeit war eine Ära ungewöhnlicher Stabilität im modernen Fußball.

Die Entscheidung wirft sofort Fragen zu Lavals Entwicklung auf. In einer hart umkämpften Ligue 2 benötigen die Tangos einen Nachfolger, der den hart erkämpften Status erhalten und den Kader auffrischen kann. Der neue Trainer erbt eine Mannschaft, die trotz des Überlebens in der zermürbenden Play-off-Rettung klare Grenzen gezeigt hat.

Der Zeitpunkt birgt Risiken. Angesichts der bevorstehenden Vorbereitungszeit könnte ein später Trainerwechsel die Kontinuität stören. Doch die proaktive Haltung des Präsidenten deutet auf eine langfristige Vision hin – vielleicht eine andere taktische Identität, um ein nachhaltigeres Ligue-2-Projekt aufzubauen.

Für Frapolli schließt sich dieses Kapitel mit einer Bilanz stetiger Erfolge. Er verlässt Laval in einem weit besseren Zustand, als er ihn vorgefunden hat, und hat die Bindung zwischen Team und einer Fanschar wiederbelebt, die der Drittklassigkeit überdrüssig war. Sein Vermächtnis wird nicht nur durch den Titel von 2022 definiert, sondern auch durch die Widerstandsfähigkeit, die er genährt hat.

Während Laval die Suche beginnt, muss der Verein Dankbarkeit für die Vergangenheit mit Ehrgeiz für die Zukunft verbinden. Die neue Ernennung wird die bedeutendste seit Frapollis Ankunft sein, und der Druck, einen weiteren Abstiegskampf zu vermeiden, wird sofort spürbar sein. Die Unbarmherzigkeit der Ligue 2 bedeutet, dass jeder Fehltritt Jahre des Fortschritts zunichtemachen könnte.

Letztlich unterstreicht Frapollis Abgang eine fußballerische Wahrheit: Auch erfolgreiche Partnerschaften erreichen einen Punkt, an dem frische Energie nötig ist. Laval steht nun vor der heiklen Aufgabe, sein Vermächtnis zu ehren und gleichzeitig ein neues Kapitel zu schreiben.

Der National-Titel von 2022 und vier Jahre Ligue-2-Klassenerhalt stehen als Zeugnis für eine gute Arbeit. Während der Verein die Seite umblättert, werden die kommenden Monate zeigen, ob er auf diesen Grundlagen aufbauen kann oder die Abwesenheit der ruhigen Hand spüren wird, die ihn durch turbulente Zeiten geführt hat.

Basierend auf Berichten von L'Equipe.