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Lazio-Pisa heute Abend: Sarri geht, Pedro geehrt, Fans

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Lazio trifft im Finale der Serie A auf das abgestiegene Pisa, mit Fanprotesten, Sarris letztem Spiel und Pedros Abschied. Übertragung auf Sky und DAZN

Der letzte Spieltag der Serie-A-Saison 2025/26 führt Lazio und Pisa ins Stadio Olimpico, wo Punkte wenig bedeuten, aber die Geschichten überquellen. Da beide Seiten ihr Schicksal bereits besiegelt haben – Lazio steckt in der Mittelfeld-Mittelmäßigkeit fest, Pisa ist in die Serie B abgestiegen – dient die Partie als Bühne für Protest, Abschiede und Übergänge.

Für die Biancocelesti war die Saison von Unterleistung und einem zerrütteten Verhältnis zu den Fans geprägt. Die Curva Nord blieb beim Derby zum ersten Mal in der Geschichte leer, ein starkes Symbol des Aufstands der Fans gegen die Clubführung. Diese Unzufriedenheit hält an und wirft einen Schatten auf das, was ein feierlicher Abschied für den erfahrenen Pedro sein sollte.

Trainer Maurizio Sarri wird ebenfalls zum letzten Mal in Lazio-Farben die Seitenlinie des Olimpico betreten. Berichten zufolge steht ein Wechsel zu Atalanta bevor, während Raffaele Palladino möglicherweise den umgekehrten Weg einschlägt. Sarris zweijährige Amtszeit brachte Glanzlichter, konnte aber die hohen Erwartungen einer leidenschaftlichen Fangemeinde nicht erfüllen. Sein bevorstehender Abschied signalisiert einen Sommer des großen Wandels in der Hauptstadt.

Inmitten der Turbulenzen soll Pedro nach dem Schlusspfiff eine Ehrung erhalten. Der spanische Flügelspieler, ein Seriensieger mit Barcelona und Chelsea, wird für seine Beiträge geehrt. Dennoch ist der Zeitpunkt heikel: Eine Einzelperson zu ehren, während die kollektive Stimmung von Rebellion geprägt ist, unterstreicht die Kluft zwischen Kabine und Tribüne.

Für die Gäste steht der Abstieg bereits fest, was die Reise nach Rom zu einer düsteren Angelegenheit macht. Zur allgemeinen Unordnung kommt hinzu, dass Trainer Oscar Hiljemark mysteriöserweise die Pressekonferenz vor dem Spiel versäumte, und italienische Medien berichteten, dass „seine Spuren verloren gingen“. Eine solche Abwesenheit vertieft nur die Erzählung eines Clubs im Chaos, der nach einer vergessenswerten Serie-A-Saison in die zweite Liga zurückkehrt.

Auf dem Platz wird Sarri voraussichtlich eine 4-3-3-Formation aufbieten. Der junge Torhüter Furlanetto erhält einen seltenen Start hinter einer Abwehr aus Marusic, Romagnoli, Gila und Pellegrini. Das Mittelfeld sieht ein experimentelles Trio aus Dele-Bashiru, Patric – eigentlich ein Verteidiger – und Basic. Im Sturm unterstützen Cancellieri und Noslin den scheidenden Pedro. Die Bank bietet Optionen wie Isaksen und Dia, aber diese Aufstellung unterstreicht den Übergangscharakter des Anlasses.

Pisa wird mit einem 3-5-2-System kontern. Semper hütet das Tor, geschützt von den Innenverteidigern Calabresi, Albiol und Canestrelli. Die Außenbahnen besetzen Léris und Angori, flankiert von einem Mittelfeld aus Hojholt, Loyola und Vural. Vorne stürmen Moreo und Stojilkovic, in der Hoffnung, eine schwierige Saison mit einem positiven Ergebnis zu beenden. Bekannte Namen wie Iling Junior und Stengs bieten Tiefe von der Bank, aber die Motivation könnte knapp sein.

Dieses Spiel verkörpert den Scheideweg, vor dem Lazio steht. Mit Sarris Abschied und dem erwarteten Abgang mehrerer Spieler muss der Club das Vertrauen seiner Fans zurückgewinnen. Die Proteste drehen sich nicht nur um Ergebnisse, sondern um Identität und Richtung. Wenn es dem neuen Trainer und Kader nicht gelingt, wieder eine Verbindung zu den Olimpico-Treuen herzustellen, könnte die nächste Saison noch beschwerlicher werden. Für Pisa beginnt der Wiederaufbau jetzt, mit dem Ziel der sofortigen Rückkehr in die höchste Spielklasse.

Fans können die Partie live auf Sky Sport Calcio (Kanal 202) und Sky Sport (251) verfolgen, mit Streaming auf NOW und DAZN. Anpfiff ist am Samstag, 23. Mai 2026, um 20:45 Uhr MEZ. Schiedsrichter Ferrieri Caputi leitet das Gespann, assistiert von Niedda und Emmanuele, mit Di Marco als viertem Offiziellem. VAR-Aufgaben übernehmen Ghersini und Piccinini.

Während der Vorhang über eine enttäuschende Saison für beide Seiten fällt, wird das Olimpico ein Schmelztiegel gemischter Emotionen sein – Abschiede, Wut und die schwache Hoffnung auf bessere Tage. Selbst in einem Dead Rubber mangelt es dem Fußball selten an Dramatik. Basierend auf Berichten von Tuttosport.