Grégory Lorenzi schließt ein bedeutendes Kapitel ab. Der Sportdirektor verlässt Stade Brestois nach einer transformativen zehnjährigen Amtszeit, in der der Verein von der Ligue 2 bis zur Spitze des europäischen Fußballs aufstieg. In einem kürzlichen Interview bot Lorenzi eine offene Reflexion über die prägenden Momente und Entscheidungen seiner Ära.
2016 noch als Spieler ernannt, war Lorenzis Führung maßgeblich für Brests Rückkehr in die Ligue 1 im Jahr 2019. Doch er betrachtet die nachhaltige Präsenz des Vereins in der obersten Spielklasse als seine größte Quelle des Stolzes. "Mein Stolz? Die Nachhaltigkeit des Vereins", erklärte Lorenzi. "Das Ziel war immer, Brest in der Ligue 1 zu etablieren. Nächste Saison werden wir den Rekord für aufeinanderfolgende Jahre in der obersten Liga brechen. Das ist mir unglaublich wichtig."
Der Höhepunkt seiner Amtszeit kam mit Brests erstaunlicher Qualifikation für die UEFA Champions League. Die Saison 2024-2025, in der das Team die Play-offs erreichte, war ein Märchen. Lorenzi erinnerte sich lebhaft an die Gruppenphase-Auslosung, einen Moment, der die Errungenschaft des Vereins kristallisierte. "Die Champions League ist außergewöhnlich. Der stärkste Moment bleibt die Auslosung", sagte er. "Man fragt sich, was man dort macht. Man sieht Emilio Butragueño von Real Madrid, Javier Zanetti von Inter Mailand... Es war surrealistisch. Jean-Claude Blanc von Manchester United kam, um mir zu gratulieren und sagte, wir hätten etwas Großartiges geschafft."
Eine entscheidende und zunächst umstrittene Entscheidung war die Verpflichtung von Trainer Eric Roy im Januar 2023. Die Maßnahme wurde mit heftiger Kritik aufgenommen, erwies sich aber als meisterhaft. Unter Roys Führung sicherte Brest nicht nur seinen Ligue 1-Status, sondern erreichte dann den historischen dritten Platz, der die Tür nach Europa öffnete. "Die Leute haben mich für diese Verpflichtung verbrannt", räumte Lorenzi ein. "Aber man bleibt drin, und im nächsten Jahr ist man in der Champions League. Wir haben eine wunderbare Chemie geschaffen."
Lorenzi hob auch Verteidiger Brendan Chardonnet als den Spieler hervor, der den Geist des Vereins am besten verkörpert. Er enthüllte ein Gespräch, in dem er das heimische Talent ermutigte zu bleiben und eine Vereinslegende zu werden. "Ich sagte ihm, dass ich ihn zum bedeutendsten Spieler in der Geschichte von Stade Brestois machen möchte und dass ich bereit bin, ihn zu unterstützen", erklärte Lorenzi.
Als er geht, hinterlässt Lorenzi ein Vermächtnis von Stabilität, Ambition und einem bemerkenswerten europäischen Abenteuer, das den Status von Stade Brestois für immer verändert hat. Basierend auf Berichten von Foot - actualités, mercato, info & vidéo en continu.