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Lula und Trump streben nach Erfolgen bei hochriskantem

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Brasiliens Lula und US-Präsident Trump treffen sich im Weißen Haus mit konkurrierenden Agenden. Lula will Zölle senken und Brasiliens Pix-System schützen

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wird sich am Donnerstag um 12 Uhr brasilianischer Zeit im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump treffen. Das Treffen, das seit Januar verhandelt wurde, findet in einem Moment statt, in dem die zuvor starke Beziehung zwischen den beiden Führern Anzeichen von Spannungen zeigt.

Beide Präsidenten kommen an den Verhandlungstisch, während sie im Inland mit erheblichem politischem Gegenwind konfrontiert sind. In Brasilien erlitt Lula kürzlich zwei große legislative Niederlagen: die Ablehnung seines Kandidaten für den Obersten Gerichtshof und die Aufhebung eines Vetos gegen ein Gesetz, das die Strafen für diejenigen reduziert, die bei den Unruhen vom 8. Januar 2023 verurteilt wurden. Umfragen zeigen ihn zudem in einem statistischen Gleichstand mit rechten Kandidaten, darunter Senator Flávio Bolsonaro.

Unterdessen kämpft Präsident Trump mit sinkenden Zustimmungswerten, die durch öffentliche Unzufriedenheit über den anhaltenden Krieg mit dem Iran und die steigende Inflation, insbesondere bei den Treibstoffkosten infolge der Nahost-Krise, verursacht werden. Eine aktuelle Reuters/Ipsos-Umfrage stellte seine Zustimmung auf den niedrigsten Punkt während seiner derzeitigen Amtszeit.

Auf brasilianischer Seite sind die Hauptziele klar. Lulas Regierung strebt die Beseitigung der verbleibenden Zölle auf brasilianische Exporte, insbesondere auf Rindfleisch, an. Beamte wollen die USA auch dazu bewegen, Handelsuntersuchungen gegen Brasiliens Wirtschaft fallen zu lassen, darunter eine Untersuchung zu angeblichen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Pix-Sofortzahlungssystem. Darüber hinaus möchte Brasilien einen direkten Kommunikationskanal mit Trump aufrechterhalten, um dem Einfluss von Bolsonaro-nahen Persönlichkeiten in den USA vor Brasiliens Präsidentschaftswahl entgegenzuwirken.

Brasilianische Unterhändler werden voraussichtlich auch das US-Interesse an Brasiliens kritischen Mineralreserven als Verhandlungsmasse nutzen. Im Gegenzug für den Zugang wird Brasilien Garantien fordern, dass Bergbauinvestitionen Technologietransfer beinhalten und Rohstoffe im Inland verarbeitet werden, anstatt in ihrem Rohzustand exportiert zu werden.

Ein weiteres sensibles Thema ist die mögliche Einstufung brasilianischer krimineller Gruppierungen wie des Comando Vermelho und der PCC als terroristische Organisationen durch die USA. Brasilianische Diplomaten haben daran gearbeitet, Washington von diesem Schritt abzubringen, aus Angst, dass dies die Tür für einseitige US-Militär- oder Polizeioperationen auf brasilianischem Boden öffnen könnte. Trump von dieser Idee abzubringen, würde als bedeutender diplomatischer Sieg für Lula angesehen werden.

Auf amerikanischer Seite konzentriert sich Trumps Agenda auf strategische wirtschaftliche Interessen. Der US-Präsident möchte die inländischen Rindfleischpreise senken, da er erkannt hat, dass Zölle auf brasilianisches Fleisch zur Inflation beigetragen haben. Er sucht auch bevorzugten Zugang zu Brasiliens kritischen Mineralreserven, möglicherweise mit exklusiven Liefergarantien – ein Streitpunkt, da Brasilien nicht bereit ist, Alleinlieferant für eine einzelne Nation zu werden.

Das Treffen bietet Trump auch die Gelegenheit, auf der internationalen Bühne Stärke zu demonstrieren, indem er einen weiteren Weltführer im Weißen Haus empfängt, während seine Außenpolitik, insbesondere in Bezug auf den Iran, sowohl innen- als auch außenpolitisch in der Kritik steht. Basierend auf Berichten von g1.