Mann in Lorena, São Paulo, wegen Femizid zu 20 Jahren Haft verurteiltEin Mann ist wegen des Mordes an seiner Frau in einem Fall von Femizid in Lorena, São Paulo, zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde am Montag vom Geschworenengericht verkündet und markiert ein bedeutendes rechtliches Ergebnis für eine Straftat, die im Dezember 2023 stattfand.
Der Angeklagte, Fábio Antônio de Pádua Júnior, wurde des Femizids mit erschwerenden Umständen schuldig gesprochen. Die Gesamtstrafe umfasst 20 Jahre Freiheitsstrafe in einem zunächst geschlossenen Vollzug, gefolgt von 17 Tagen Haft in einem halboffenen Vollzug sowie einer Geldstrafe. Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte nicht in Freiheit Berufung einlegen kann und die Strafe sofort antreten muss.
Tathergang und unmittelbare FolgenDie Tat ereignete sich im Viertel Vila Geny. Das 42-jährige Opfer, Daiane Cristina Celestiano de Pádua, wurde tot in ihrer Wohnung mit mehreren Messerstichen aufgefunden. Laut Polizeibericht war die Tochter des Paares Zeugin eines Streits zwischen ihren Eltern und berichtete den Behörden, dass ihr Vater nach der Tat den Tatort verlassen habe.
Fábio Antônio de Pádua Júnior wurde am Tag der Tat von der Militärpolizei auf frischer Tat in einem Stadtplatz festgenommen.
Zivilrechtliche EntschädigungZusätzlich zur strafrechtlichen Verurteilung wurde der Mann verpflichtet, der Familie des Opfers eine Mindestentschädigung von 50.000 R$ für moralische Schäden zu zahlen, zuzüglich 20.000 R$ für kollektive moralische Schäden. Die gesamte finanzielle Strafe beläuft sich auf 70.000 R$.
Der Fall unterstreicht die Reaktion des brasilianischen Justizsystems auf geschlechtsbasierte Gewalt, wobei das Gericht eine erhebliche Haftstrafe und finanzielle Sanktionen für den tödlichen Angriff verhängte.