Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Marquinhos erreicht französisches Premier: 3. Champions

AFC Champions League EliteParis Saint Germain vs ArsenalReimsParis Saint-GermainArsenalSaint-ÉtienneMarseilleMonacoFrankreichEstorilEstudiantes de La PlataAC MilanCapital

PSGs Marquinhos wird der erste Spieler, der für einen französischen Klub in drei Champions-League-Finalspielen steht, und trifft in Budapest auf Arsenal – ein

Paris-Saint-Germain-Kapitän Marquinhos wird am Samstag in Budapest im Champions-League-Finale gegen Arsenal sein Team anführen und damit seinen Namen in die Annalen des französischen Fußballs schreiben. Der brasilianische Verteidiger wird der erste Spieler überhaupt sein, der für einen Klub aus Frankreich in drei Europapokalfinals steht – ein Beweis für seine anhaltende Qualität und die beständige Präsenz von PSG an der Spitze des kontinentalen Wettbewerbs.

Marquinhos‘ rekordverdächtiger Auftritt fügt einem Kapitel, das im August 2020 in Lissabon begann, eine neue Facette hinzu, als er bei der knappen 1:0-Niederlage von PSG gegen Bayern München in der Startelf stand. Fünf Jahre später war er erneut eine feste Größe in der Startelf des Finals 2025, was seine unerschütterliche Bedeutung für das Pariser Projekt unterstreicht. Nun wird der 31-Jährige zu seinem dritten Finale auflaufen – eine Leistung, die ihn über jeden Spieler in der Geschichte des französischen Klubfußballs erhebt.

Der Weg an die Spitze des europäischen Fußballs war für französische Klubs lang und oft schmerzhaft. Reims war 1956 und 1959 der erste Finalist, scheiterte jedoch beide Male. Saint-Étienne folgte 1976 und verlor in einem engen Spiel gegen Bayern München. Marseille wurde dann der erste und einzige französische Sieger, triumphierte 1991 gegen Roter Stern Belgrad – wenn auch von Kontroversen überschattet – und fügte 1993 gegen AC Mailand einen zweiten Titel hinzu. Monacos Finalteilnahme 2004 endete mit einer Niederlage gegen José Mourinhos Porto. PSG selbst hat nun innerhalb von nur etwas mehr als fünf Jahren drei Finals erreicht – eine von keinem anderen französischen Klub erreichte Leistung.

Vor diesem Hintergrund glänzt Marquinhos‘ persönlicher Meilenstein umso heller. Kein Spieler trug zuvor in drei Champions-League-Finals das Trikot eines Ligue-1-Klubs. Den Rekord teilten sich mehrere Marseille-Spieler aus den Siegen 1991 und 1993, wie Basile Boli und Didier Deschamps, aber keiner konnte einen dritten hinzufügen. Marquinhos jedoch war über mehrere Ären hinweg das Fundament der PSG-Abwehr, vom Superstar-Projekt 'MNM' bis zu einem ausgewogeneren Kollektiv unter dem aktuellen Trainer.

In einem Kader, der seit diesem ersten Finale seismische Veränderungen durchgemacht hat, ist Marquinhos das einzige verbliebene Bindeglied. Topstürmer wie Kylian Mbappé, Neymar und Lionel Messi sind gegangen, Mittelfeldmaestros wurden ersetzt, selbst Trainer kamen und gingen – der Kapitän blieb beständig. Seine 122 Champions-League-Einsätze lesen sich wie eine Chronik des Aufstiegs des Klubs vom ambitionierten Emporkömmling zur echten Macht. Er ist nun der Brasilianer mit den meisten Einsätzen in der Geschichte des Wettbewerbs, ein Rekord, den er Anfang dieses Jahres brach.

Sollte PSG endlich den Knoten durchbrechen und die Trophäe gewinnen, wäre dies der Höhepunkt eines von katarischen Investitionen finanzierten Jahrzehntprojekts. Für Marquinhos wäre es der krönende Abschluss einer Karriere, in der er alle nationalen Ehrentitel in Frankreich gewonnen hat, der europäische Erfolg ihm jedoch verwehrt blieb. Selbst wenn das Ergebnis gegen sie spricht, ist sein Vermächtnis als Wegbereiter unauslöschlich. Wie ein erfahrener Beobachter der Ligue 1 anmerkte: „Marquinhos‘ Beständigkeit auf diesem Niveau ist außergewöhnlich. Über so viele Jahre und in so vielen großen Spielen auf höchstem Niveau zu spielen – das ist das Kennzeichen eines wahren Weltklasse-Verteidigers.“

Ihr Gegner Arsenal hat in dieser Saison eine herausragende europäische Kampagne hingelegt und bereitet die Bühne für ein mit Spannung erwartetes Aufeinandertreffen in der ungarischen Hauptstadt. Die Gunners, von ihrem klugen Trainer geführt, haben Jugend und Erfahrung vereint, um diese Stufe zu erreichen, und stellen ein gewaltiges Hindernis für PSGs Ambitionen dar. Während der Nordlondoner Klub seinen ersten Champions-League-Titel anstrebt, werden alle Blicke auf Marquinhos gerichtet sein, der als erster Spieler der Geschichte an drei Finalspielen mit einem französischen Klub teilnimmt.

Die Bedeutung dieser Leistung geht über die persönliche Auszeichnung hinaus. Sie unterstreicht die Verwandlung von Paris Saint-Germain von einer nationalen Kraft zu einem regelmäßigen Anwärter auf europäischen Ruhm. Ihre drei Finals seit 2020 machen einen großen Teil der insgesamt neun Finalteilnahmen des französischen Fußballs aus und heben die Dominanz des Hauptstadtklubs hervor. Für eine Liga, die oft wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit kritisiert wird, bietet PSGs Beständigkeit auf der großen Bühne eine Gegenerzählung.

Während die Fußballwelt nach Budapest blickt, ist der Name eines Mannes bereits fest in den Rekordbüchern verankert. Sieg oder Niederlage – Marquinhos hat etwas erreicht, was keinem in Frankreich tätigen Spieler vor ihm gelang, und seine Reise ist ein Zeugnis für Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Beständigkeit auf Elite-Niveau. Der Schlusspfiff wird entscheiden, ob er seiner Sammlung eine Siegermedaille hinzufügt, aber sein Status als Pionier ist bereits gesichert.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.