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Marquinhos: PSG muss nach dem zweiten UCL-Erfolg hungrig

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PSG-Kapitän Marquinhos fordert das Team auf, nach dem Gewinn der zweiten aufeinanderfolgenden Champions League hungrig zu bleiben, während der Trainer auf

Paris Saint-Germain hat sich am Samstagabend tiefer in die Fußballgeschichte eingeschrieben und in einem dramatischen, durch Elfmeter entschiedenen Finale die zweite aufeinanderfolgende UEFA Champions League gewonnen. Kapitän Marquinhos, die Verkörperung der Verwandlung des Vereins von einem ewigen Underdog zum europäischen König, übermittelte eine ergreifende Botschaft nach dem Spiel: Die Gier muss anhalten.

Der brasilianische Verteidiger, der bei PSG die Höhen und unzähligen Tiefen ihrer europäischen Kampagnen miterlebt hat, war sichtlich emotional, als er sich bei M6 äußerte. "Es ist unglaublich", begann er. "Wir sagten, das erste Mal sei historisch, aber das zweite Mal würde uns legendär machen. Das war unsere Motivation von dem Moment an, als wir aus dem Urlaub zurückkamen." Seine Worte unterstrichen eine bewusste psychologische Verschiebung innerhalb des Kaders – eine Weigerung, sich auf dem Erfolg des letzten Jahres auszuruhen.

Marquinhos räumte ein, dass sich die Titelverteidigung als weitaus schwieriger erwies als der erste Durchbruch. "Das zweite Mal ist noch schwieriger", gab er zu. "Die Saison war lang. Wir haben viel gearbeitet, viel gelitten. Wir hatten zu Beginn der Saison viele Schwierigkeiten, aber das Team erreichte genau zum richtigen Zeitpunkt seinen Höhepunkt." Diese offene Einschätzung offenbart die internen Kämpfe, die PSG zu bewältigen hatte, darunter Wackler in der Gruppenphase und Unbeständigkeit in der Liga, die externe Zweifel an ihrer Fähigkeit, den Titel zu verteidigen, hervorriefen.

Im Gegensatz zum deutlichen 5:0-Sieg im Vorjahr wurde dieser Sieg durch ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen nach einem angespannten Unentschieden errungen. "Die Emotionen sind anders", reflektierte Marquinhos. "Das erste Mal war fantastisch, unabhängig vom Ergebnis. Aber dieses Mal auch, weil es schwieriger war." Der Vergleich hebt die Evolution der Widerstandsfähigkeit von PSG hervor; sie müssen nicht mehr dominieren, um zu gewinnen, sie können sich auch durchkämpfen, wenn das schöne Spiel hässlich wird.

Mit Blick nach vorne gab der Kapitän einen bedeutenden Hinweis auf den unermüdlichen Ehrgeiz des Kaders – und die treibende Kraft ihres Trainers. "Wir haben einen Trainer, der uns antreiben wird, den dritten Titel zu holen. Aber es wird eine weitere Saison ohne viel Urlaub." Dieser Trainer, dessen Identität Marquinhos nicht nannte, aber weithin als der taktische Kopf hinter ihren jüngsten Erfolgen bekannt ist, hat eine Kultur der ständigen Unzufriedenheit etabliert. Das Streben nach einem Dreifachsieg, ein Kunststück, das nur das Real Madrid-Dynastie von 2016-2018 erreicht hat, wird nun zum klaren Ziel.

PSGs Weg zu diesem Punkt kann nicht genug betont werden. Über ein Jahrzehnt unter katarischer Führung gab der Club Milliarden aus, um Superstars zu versammeln, nur um jedes Mal auf herzzerreißende Weise zu scheitern – die Remontada, die späten Ausscheiden, die knappen Niederlagen. Der erste Triumph in der letzten Saison brach die psychologischen Fesseln, aber Fragen blieben: War es ein einmaliges Ereignis? Das Ergebnis vom Samstag gab eine eindeutige Antwort und stellt PSG in die Reihe der aufeinanderfolgenden Gewinner wie AC Mailand, Real Madrid und Bayern München.

Für die Ligue 1 hat dieser anhaltende Erfolg zweierlei Auswirkungen. Einerseits hebt es das Profil der Liga, da es beweist, dass sie eine echte europäische Supermacht hervorbringen kann. Andererseits könnte es die heimische Wettbewerbslücke vergrößern, da PSGs finanzielle Stärke und nun nachgewiesene Erfolgsbilanz sie zu einem nahezu unwiderstehlichen Ziel für Top-Talente machen. Marquinhos selbst war eine Brücke zwischen den Epochen, kam als vielversprechender Jugendlicher von Roma und wuchs zu einem Anführer heran, der nun zweimal die Trophäe gehoben hat.

Das Motiv des Hungers zieht sich durch Marquinhos' gesamtes Interview. "Wir müssen weiter hungrig bleiben", sagte er im Wesentlichen der Welt. In einem Kader voller weltweiter Ikonen ist diese Mentalität der wahre Unterschied. Selbstzufriedenheit ist der Feind von Dynastien, und PSGs Fähigkeit, ihren Ehrgeiz sofort neu auszurichten, deutet auf eine Reife hin, die in der reinen Superstars-Ära fehlte.

Während die Feierlichkeiten auf den Champs-Élysées stattfinden, wird die Fußballwelt analysieren, was dies für die Landschaft des Sports bedeutet. Mit sich entwickelnden Financial Fairplay-Regeln und aufkommenden saudischen Projekten steht PSGs Modell unter Beobachtung. Doch durch den aufeinanderfolgenden Champions-League-Sieg haben sie die Erzählung von Finanzdoping zu fußballerischer Exzellenz verschoben. Das bevorstehende Transferfenster und die Vorbereitung werden ihren Willen testen, den Kern zusammenzuhalten und gleichzeitig die nötige Frische zu injizieren, um Stagnation zu vermeiden.

Marquinhos' Worte dienen sowohl als Sammelruf als auch als Warnung. Der Club, der einst einem schwer fassbaren Traum nachjagte, befindet sich nun in der beispiellosen Position, eine Dynastie zu verteidigen. Der dritte Titel, falls er kommt, würde diese PSG-Mannschaft über bloße Größe hinaus in den Bereich der Unsterblichkeit erheben. Für jetzt genießen sie den Moment, aber der Hunger regt sich bereits.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.