In einem erschütternden Fall aus Maranhão, Brasilien, haben die Behörden einen Militärpolizisten festgenommen, der angeblich an dem brutalen Angriff auf eine schwangere Hausangestellte beteiligt war. Die Festnahme wurde vom Gouverneur des Bundesstaates, Carlos Brandão, bestätigt, der erklärte, der Offizier sei identifiziert und nun in Gewahrsam.
Die Hauptverdächtige, die Geschäftsfrau Carolina Sthela Ferreira dos Anjos, wurde bereits zuvor in Teresina, Piauí, festgenommen. Sie wird beschuldigt, den Angriff auf ihre 19-jährige Angestellte, die im fünften Monat schwanger war, inszeniert zu haben. Die erschütternde Aussage des Opfers schildert eine langwierige Tortur der Gewalt.
Laut Aussage des Opfers begann der Angriff, nachdem ihr fälschlicherweise vorgeworfen wurde, Schmuck gestohlen zu haben. Sie beschrieb, wie sie geschlagen, getreten und an den Haaren gezogen wurde. Sie wurde zu Boden geworfen und versuchte verzweifelt, ihren Bauch zu schützen, um ihr ungeborenes Kind zu bewahren. Die Gewalt hielt auch an, nachdem der vermisste Ring in einem Wäschekorb gefunden wurde.
Das Opfer berichtete außerdem, dass ihm mit dem Tod gedroht wurde, falls es den Vorfall bei der Polizei melden würde. Von Ermittlern sichergestellte Audioaufnahmen, die angeblich von der Arbeitgeberin selbst stammen, bestätigen die Aussage des Opfers. In einer Aufnahme ist zu hören, wie die Arbeitgeberin sagt, das Opfer 'hätte nicht lebend herauskommen sollen', und den Angriff detailliert beschreibt, wobei sie die Beteiligung eines bewaffneten Mannes erwähnt.
Der Fall hat breite Verurteilung hervorgerufen. Die brasilianische Anwaltskammer (OAB) hat die Verbrechen als schweren Folter, Körperverletzung, Bedrohung und Verleumdung eingestuft. Die Ermittlungen führten auch zur Suspendierung von vier Militärpolizisten, die zunächst auf den Anruf reagiert hatten. Diese Maßnahme folgte auf das Auftauchen einer Audioaufnahme, in der die Arbeitgeberin behauptete, sie sei nicht auf die Wache gebracht worden, weil sie einen der reagierenden Beamten kannte.
Weitere Ermittlungen ergaben eine besorgniserregende Vorgeschichte. Die Arbeitgeberin Carolina Sthela ist in über zehn anderen Gerichtsverfahren verwickelt. In einem Fall aus dem Jahr 2024 wurde sie wegen Verleumdung verurteilt, weil sie einer ehemaligen Nanny fälschlicherweise Diebstahl vorgeworfen hatte. Das Opfer im aktuellen Fall berichtete zudem, für über zwei Wochen Arbeit einen mageren Lohn von R$750 erhalten zu haben, mit langen Arbeitszeiten und angehäuften Pflichten.
Der Fall wird vom 21. Polizeibezirk untersucht. Der Anwalt des Opfers hat bestätigt, dass die rechtlichen Schritte eingehalten werden, während die Verteidigung der Arbeitgeberin erklärte, sie werde ihre Version der Ereignisse zum gegebenen Zeitpunkt darlegen und Gewalt verurteile.
Basierend auf einem Bericht von g1.