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Nizza Sportdirektor: Lorenzi verpasst trotz Abstiegskampf

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Nizza hat Lorenzi an OM verloren, auch Maurice geht. Abstiegsbedrohtes Nizza trifft am Sonntag auf Metz, Playoffs möglich am 26.-29. Mai.

OGC Nice befindet sich sowohl auf als auch neben dem Platz in einer prekären Lage, wobei die letzten Wochen der Saison die Zukunft des Vereins für Jahre prägen könnten. Der Ligue-1-Klub hat immer noch keinen festen Sportdirektor, nachdem er im Rennen um die Verpflichtung von Grégory Lorenzi gegen den Erzrivalen Olympique Marseille verloren hat, während man gleichzeitig dem Abstieg in die zweite Liga entgegenblickt.

Die Verfolgung von Lorenzi, dem hoch angesehenen Architekten von Brests Erfolg, sollte ein Eckpfeiler von Nizzas Wiederaufbau sein. Vizepräsident Maurice Cohen führte die Charmoffensive an, doch die Verlockung der größeren finanziellen Mittel von OM erwies sich als entscheidend. Das Scheitern, den Wunschkandidaten zu verpflichten, lässt den Verein zur schlimmstmöglichen Zeit in administrative Schwebe, da das Sommer-Transferfenster näher rückt und niemand die Rekrutierung steuert.

Zur Unordnung kommt der anhaltende Abgang des derzeitigen Sportdirektors Florian Maurice. Verhandlungen über die Bedingungen seines Austritts sind noch im Gange, was ein Vakuum hinterlässt, das die langfristige Planung lahmgelegt hat. Wie ein Insider es formulierte: „Niemand im Verein ist realistisch in der Lage, sich auf das zu projizieren, was ein intensiver Transfermarkt verspricht, unabhängig davon, in welcher Liga sich Nizza nächste Saison befindet.“

Die unmittelbare Priorität ist jedoch das Überleben. Eine schädliche 2:1-Niederlage auswärts bei Auxerre am letzten Wochenende zog Les Aiglons tiefer in den Schlamassel. Mit einem verbleibenden Spiel in der regulären Saison steht Nizza am Sonntag ein entscheidendes Duell gegen Metz bevor. Eine Niederlage könnte den direkten Abstieg bedeuten, während ein Punkt möglicherweise nur für den Relegationsplatz reicht.

Sollte Nizza auf Platz 18 landen, wäre es zu einem Hin- und Rückspiel in der Relegation gegen einen Ligue-2-Gegner am 26. und 29. Mai gezwungen. Die Unsicherheit über den Ligastatus hat bereits begonnen, Verhandlungen mit potenziellen Kandidaten für den Sportdirektorposten sowie mit Spielern, deren Verträge auslaufen, zu erschweren. Die Wolke eines möglichen Eigentümerwechsels – mit Gerüchten über einen Verkauf im Hintergrund – trägt nur zum Gefühl der Orientierungslosigkeit bei.

Die Situation ist der Mannschaft nicht entgangen. Das Fehlen einer klaren Führung von oben kann auf den Platz durchsickern, und Nizzas schwache Form – nur ein Sieg in den letzten sechs Spielen – deutet auf ein Team hin, das unter dem Aufruhr um sie herum leidet. Ein Abstieg wäre nicht nur eine sportliche Katastrophe, sondern auch eine finanzielle, die möglicherweise einen Notverkauf von Schlüsselspielern wie Khephren Thuram und Terem Moffi erzwingen würde.

Historisch gesehen war die Rolle des Sportdirektors bei Nizza eine Drehtür. Maurices kurze Amtszeit nach dem Abgang von Julien Fournier unterstrich die Schwierigkeiten, Stabilität unter der INEOS-Führung zu bewahren. Da der Verein nun Berichten zufolge zum Verkauf steht, wird die nächste feste Ernennung – wann immer sie kommt – entscheidend sein, um eine kohärente Strategie zu entwickeln, sei es in der Ligue 1 oder Ligue 2.

In der Zwischenzeit liegt der Fokus ganz auf dem Sonntagsspiel gegen Metz. Das Allianz Riviera muss zu einem Hexenkessel der Unterstützung werden, wobei die Spieler Widerstandsfähigkeit aus sich selbst schöpfen müssen. Das Spiel wird von einigen Teilen der Lokalpresse als „das wichtigste der jüngeren Geschichte“ bezeichnet, und die Anspannung ist spürbar.

Was das Szenario besonders bitter macht, ist der Kontrast zu OM. Während Nizza strauchelt, haben sich ihre mediterranen Rivalen durch die Verpflichtung von Lorenzi gestärkt, einem Mann, der sich mit dem Aufbau von Teams mit bescheidenen Budgets auskennt. Sein Brest-Projekt wurde zum Vorbild für Übertreffungen, und seine Verpflichtung ist ein Coup für OM – einen, den Nizza selbst verzweifelt gewollt hatte.

Während die Stunden bis zum Anpfiff herunterzählen, steht Nizza an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die in den kommenden Tagen getroffen – oder nicht getroffen – werden, könnten ein Jahrzehnt nachhallen. Die Identität des Vereins, vom Erstligastatus bis zur Rekrutierungsphilosophie, steht auf dem Spiel.

Die doppelte Saga der Sportdirektor-Suche und des Kampfes ums Überleben ist eine deutliche Erinnerung an die unerbittliche Natur des Fußballs. In einer Branche, in der die Zeit auf niemanden wartet, rennt Nizza an zwei Fronten gegen die Uhr, und die Ziellinie ist beunruhigend nah.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.