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Öffentliche Verteidiger legen Einspruch gegen Deponie

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Öffentliche Verteidiger in Pará reichen Klage gegen die geplante Deponie in Bujaru ein, mit der Begründung unvollständiger Umweltstudien und unzureichender

In einem bedeutenden rechtlichen Schritt haben das Büro des öffentlichen Verteidigers des Bundesstaates Pará (DPE-PA) und das Bundesamt für öffentliche Verteidigung (DPU) eine öffentliche Zivilklage vor dem Bundesgericht eingereicht. Die Klage stellt den Umweltgenehmigungsprozess für ein großes Sanitärdeponieprojekt in Frage, das in der Gemeinde Bujaru im Nordosten des Bundesstaates geplant ist.

Das Projekt, das von Revita Engenharia S.A. und Guamá Tratamento de Resíduos LTDA entwickelt wurde, ist darauf ausgelegt, eine erhebliche Abfallmenge zu bewältigen. Die Anlage, bekannt als Unidade de Valorização Sustentável (UVS) Bujaru, soll täglich etwa 1.600 Tonnen feste Abfälle aus mehreren Städten, darunter Belém, Ananindeua, Marituba, Acará und Bujaru selbst, aufnehmen. Das Gelände erstreckt sich über etwa 200 Hektar in der Nähe der PA-483, nahe dem Fluss Guamá.

Der Kern der rechtlichen Anfechtung dreht sich um Vorwürfe von Verfahrensmängeln. Die öffentlichen Verteidiger argumentieren, dass das Projekt voranschreitet, ohne umfassende Studien über seine sozialen und ökologischen Auswirkungen durchzuführen. Sie weisen insbesondere auf einen Mangel an angemessener Konsultation mit Dutzenden von Quilombola-, Flussufer- und traditionellen Gemeinschaften in der Gegend hin. Nach einem Bericht der DPE-PA liegen mindestens 37 Gemeinden im Umkreis von 10 Kilometern des geplanten Standorts, darunter 28 Quilombola-Siedlungen.

Zu den identifizierten Gemeinden gehören Menino Jesus, Abacatal, Jabaquara, Itacoã-Miri, Espírito Santo, Monte Alegre, Trindade und Paraíso. Die Klage stellt fest, dass einige dieser Gemeinden zwar formelle Anerkennung und Landtitel haben, andere sich jedoch noch im Prozess der Landregulierung befinden. Entscheidend ist, dass die öffentlichen Verteidiger behaupten, mehrere dieser Orte seien in der vom Unternehmen vorgelegten Umweltverträglichkeitsstudie nicht einmal erwähnt worden.

Als Reaktion auf die Klage gab das Unternehmen Revita eine Erklärung ab, dass noch keine vorläufige Lizenz erteilt worden sei. Das Unternehmen betont, dass das Projekt alle rechtlichen Verfahren für die Lizenzierung einhalte und seine Umweltverträglichkeitsstudie und den Bericht abgeschlossen habe. Sie erklärten auch, sie hätten eine Quilombola-Komponentenstudie vorbereitet und in den Lizenzierungsprozess einbezogen, und der Projektstandort sei legal in einer Entfernung von Bevölkerungszentren errichtet, die dreimal größer sei als der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand.

Der rechtliche Antrag der DPU und DPE-PA fordert mehrere spezifische Maßnahmen vom Gericht. Dazu gehören, dass der Bundesstaat Pará daran gehindert wird, die vorläufige Lizenz zu erteilen, bis neue Studien und Konsultationen abgeschlossen sind. Sie streben auch an, das Nationale Institut für Kolonisation und Agrarreform (Incra) und die Palmares-Kulturstiftung formell in den Lizenzierungsprozess einzubeziehen. Darüber hinaus fordern sie die Aussetzung der Lizenzierung, wenn nachgewiesen wird, dass traditionelle Gemeinschaften nicht ordnungsgemäß angehört wurden, und letztendlich eine Erklärung der Standortuntauglichkeit der Deponie Bujaru.

Diese rechtliche Anfechtung erfolgt zeitgleich mit einem weiteren umstrittenen Abfallwirtschaftsprojekt in der Region. Das Unternehmen Ciclus Amazônia durchläuft ebenfalls ein Genehmigungsverfahren für die Errichtung einer Deponie in der Nachbargemeinde Acará. Dieses Projekt stößt auf erheblichen Widerstand und Proteste von Anwohnern, die gegen den Bau sind.

Basierend auf einem Bericht von g1.