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Operation Caronte richtet sich gegen PCC-Geldwäschenetzwerk mit Verbindung zum Influencer 'Diabo Loiro'

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Behörden in São Paulo starten Operation Caronte und vollstrecken 11 Durchsuchungsbefehle gegen ein mit dem PCC verbundenes Geldwäschschema. Hauptziel ist der Influencer Eduardo 'Diabo Loiro' Magrini, dessen Vermögenswerte in Höhe von 10 Millionen R$ eingefroren wurden.

Bei einer großen koordinierten Razzia haben die Zivilpolizei und die Staatsanwaltschaft von São Paulo die Operation Caronte gestartet, eine bedeutende Offensive gegen ein mutmaßliches Geldwäschenetzwerk, das mit internationalem Drogenhandel und der mächtigen kriminellen Organisation Primeiro Comando da Capital (PCC) in Verbindung steht. Die Operation, benannt nach dem mythischen griechischen Fährmann der Toten, erstreckte sich über mehrere Städte im Bundesstaat São Paulo.

Die zentrale Figur der Untersuchung ist Eduardo Magrini, weithin bekannt unter seinem Alias 'Diabo Loiro' (Blonder Teufel). Magrini, der sich online als Digital-Influencer inszenierte und seinen über 100.000 Followern einen verschwenderischen Lebensstil präsentierte, wurde Ende 2025 verhaftet. Diese Verhaftung war Teil einer separaten Ermittlung der Gaeco-Einheit in Campinas, die seine Beteiligung an einem PCC-Komplott zur Ermordung des Staatsanwalts Amauri Silveira Filho vermutete.

Die Behörden konzentrieren sich nun auf die finanzielle Spur. Ermittler behaupten, Magrini und seine Komplizen hätten 'Strohmann'-Partner und Unternehmen in den Bereichen Transport und Rodeo-Veranstaltungen genutzt, um Erlöse aus dem Drogenhandel zu waschen. Das Schema reicht angeblich bis ins Jahr 2016 zurück und hat sich in den letzten Jahren intensiviert, wie von Finanznachrichtendiensten festgestellt wurde.

Die Operation vollstreckte 11 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehle in einem weiten geografischen Gebiet, darunter Campinas, Atibaia, Monte Mor, Sumaré, Limeira, Mogi das Cruzes, Osasco und Taquaritinga. Diese Aktion war eine gemeinsame Anstrengung zwischen dem Spezialisierten Sektor zur Bekämpfung von Korruption, organisierter Kriminalität und Geldwäsche (SECCOLD) und dem Gaeco von Campinas.

Die Ermittlungen erstrecken sich auf Magrinis familiäres Netzwerk. Sein Sohn, Mateus Magrini, ist ebenfalls Ziel der aktuellen Befehle. Er wird verdächtigt, illegale Gelder über ein Unternehmen der Musikindustrie zu bewegen. Mateus war zuvor Ziel der Operation 'Narco Fluxo' der Bundespolizei, an der auch der Rapper MC Ryan beteiligt war, der als Eduardo Magrinis ehemaliger Stiefsohn identifiziert wird.

Ermittler erklären, dass diese familiären Verbindungen ihre Theorie stützen, dass die Familie Magrini aktiv an Geldwäscheaktivitäten beteiligt war. Die finanzielle Untersuchung wurde durch Analysen des Geldwäsche-Labors (Lab-LD) und Daten des Rates zur Kontrolle finanzieller Aktivitäten (COAF) untermauert, die Finanzbewegungen offenbarten, die mit den erklärten Einkünften der Verdächtigen nicht vereinbar sind.

Ein wichtiges Ergebnis der Operation war eine gerichtliche Anordnung zur Sperrung von 10 Millionen R$ von den Bankkonten der Untersuchten. Die Sperrung erstreckt sich auch auf Fahrzeuge und andere Vermögenswerte, die auf den Namen der Verdächtigen registriert sind, und trifft direkt den mutmaßlichen illegalen Reichtum.

Eduardo Magrinis kriminelle Vergangenheit ist umfangreich. Laut Staatsanwaltschaft ist er seit etwa 30 Jahren in kriminelle Aktivitäten verwickelt, mit früheren Verurteilungen wegen Drogenhandels und der Verwendung falscher Dokumente aus dem Jahr 1998. Seine Online-Persönlichkeit, die Luxusautos und Reisen zeigte, stand in krassem Gegensatz zu den Vorwürfen gegen ihn.

Basierend auf Berichten von g1.