Raffaele Palladino äußerte sich am Freitag gegenüber den Medien und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, Atalanta nach seinem eigenen Bild zu formen, während er enthüllte, dass er keine Hinweise vom Verein bezüglich seiner langfristigen Zukunft erhalten habe. Vor dem Serie-A-Spiel am Samstag gegen die AC Milan schlug der 43-jährige Taktiker einen vorsichtig optimistischen Ton an und unterstrich sein Engagement für die Mannschaft aus Bergamo trotz anhaltender Unsicherheit.
„Mein Wunsch ist es, die Saison gut zu beenden und gemeinsam mit dem Verein ein starkes, ambitioniertes Team aufzubauen – eine Mannschaft nach meinem Bild und Gleichnis zu schaffen“, sagte Palladino. „Aber ich habe keine Signale erhalten. Wir konzentrieren uns darauf, die Saison positiv abzuschließen, und den Rest wird der Verein entscheiden.“
Palladino kam im Januar 2026 zu Atalanta und übernahm nach fünf erfolgreichen Jahren von Gian Piero Gasperini. In seinen fünf Monaten an der Spitze erlebte er eine durchwachsene Saison: einen denkwürdigen Champions-League-Sieg über Borussia Dortmund, einen Einzug ins Viertelfinale der Coppa Italia (Ausscheiden im Elfmeterschießen) und ein Streben nach europäischen Qualifikation. Ein Formabfall in den letzten Wochen ließ das Team jedoch auf den siebten Platz abrutschen und gefährdet ihre europäischen Ambitionen.
„Es ist schade, das, was wir in den ersten vier Monaten aufgebaut haben, mit diesem letzten Monat zu verderben“, gab er zu. „Wir haben Atalanta hochgebracht, dorthin, wo sie hingehören. Die jüngste Zeit ist die Folge vieler kleiner Dinge – die Leistungen waren da, manchmal hatten wir Glück, manchmal nicht. Es gab eine Erschöpfung der körperlichen und mentalen Energie.“
Der Trainer bleibt trotzig und fordert sein Team auf, die Widerstandsfähigkeit der frühen Saison wiederzuentdecken. „Jeder muss alles geben, denn wir verdienen ein anderes Ende als das, was wir jetzt erleben. Wir können ein Signal an uns selbst und die Fans senden – jeder muss etwas Extra geben.“
Das Spiel am Samstag gegen Mailand hat großes Gewicht. Ein Sieg würde den siebten Platz festigen und das Team im Rennen um einen Europa-League-Platz halten, während eine Niederlage es Rivalen ermöglichen könnte, sie zu überholen. Palladino erwartet eine harte Prüfung: „Ich erwarte ein schönes Spiel gegen eine starke Mannschaft, die Punkte will. Wir müssen gut darin sein, unsere Qualität und unseren Hunger auf den Platz zu bringen und zu zeigen, dass wir auch in diesem Monat mit schlechten Ergebnissen gut gespielt haben.“
Mit Blick auf seine Amtszeit betonte Palladino sein emotionales Engagement. „Ich bin hier sehr glücklich. Seit ich angekommen bin, habe ich große Wärme und Zuneigung von allen gespürt. Ich bin stolz auf die Arbeit, die wir gemeinsam geleistet haben. Ich lebe für Atalanta und gebe alles für Atalanta.“
Die kommenden Wochen werden nicht nur über das europäische Schicksal des Vereins, sondern auch über Palladinos Zukunft entscheiden. Vorerst bleibt der Fokus auf dem Spielfeld. „Wir müssen kompakt und geeint sein, in die gleiche Richtung rudern. Lasst uns die Saison stark beenden, dann wird der Verein entscheiden.“
Während die Serie-A-Saison ihren Höhepunkt erreicht, werden die Fans von Atalanta hoffen, dass Palladinos Vision mit den Ambitionen des Vereins übereinstimmt – und dass Signale der Kontinuität folgen.
Basierend auf Berichten von Tuttosport.com - Calcio.