Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Paraná bestätigt zwei Hantavirus-Fälle: 11 weitere unter

ArgentinienCruzeiroComoPortugalNemanMilsami OrheiPaideBorussia DortmundAnderlecht

Gesundheitsbeamte in Paraná bestätigen zwei Hantavirus-Infektionen in Pérola d'Oeste und Ponta Grossa, mit 11 weiteren Verdachtsfällen in Untersuchung und 21

Die Gesundheitsbehörden des brasilianischen Bundesstaats Paraná haben offiziell zwei Fälle von Hantavirus bestätigt, einer schweren Viruserkrankung, die hauptsächlich durch wilde Nagetiere übertragen wird. Die bestätigten Patienten sind ein 34-jähriger Mann aus Pérola d'Oeste in der Region Sudoeste und eine 28-jährige Frau aus Ponta Grossa in der Region Campos Gerais.

Laut dem Gesundheitsministerium des Bundesstaats (Sesa) überwacht das öffentliche Gesundheitsnetzwerk die Situation aktiv. Neben den beiden bestätigten Infektionen werden 11 weitere Verdachtsfälle untersucht, während 21 potenzielle Fälle bereits ausgeschlossen wurden. Beamte erklärten, die Krankheit sei derzeit im Bundesstaat unter Kontrolle.

Die Warnung vor Hantavirus erlangte internationale Aufmerksamkeit nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus auf einem Kreuzfahrtschiff, das von Argentinien nach Kap Verde ablegte. Bei dieser Reise starben mindestens drei Menschen. Die Behörden in Paraná betonten jedoch, dass die lokalen Fälle keinen Zusammenhang mit dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff haben.

Hantavirus ist keine neue Krankheit. Es handelt sich um eine virale Zoonose, die sich von Tieren auf Menschen ausbreitet. Der Hauptübertragungsweg entsteht, wenn Menschen Partikel einatmen, die mit dem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere kontaminiert sind. Das Expositionsrisiko steigt in geschlossenen, schlecht belüfteten Umgebungen wie Lagerhäusern, Silos, Scheunen und Hütten erheblich an.

Der Fall in Pérola d'Oeste ist besonders bemerkenswert aufgrund der Nähe der Gemeinde zur argentinischen Grenze. Argentinien hat einen deutlichen Anstieg der Hantavirus-Infektionen erlebt, wobei das Gesundheitsministerium seit Juni 2025 101 Fälle bestätigte – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Spezifische Details zum Patienten in Pérola d'Oeste wurden nicht öffentlich bekannt gegeben.

In Ponta Grossa führt das städtische Gesundheitssekretariat eine eigene Untersuchung durch. Beamte dort deuteten an, dass der Patient sich wahrscheinlich in einer anderen Stadt angesteckt hatte, wobei der genaue Ort nicht genannt wurde. Im Jahr 2025 hatte Paraná bisher nur einen einzigen Fall der Krankheit registriert, der in Cruz Machado im Süden des Bundesstaats auftrat.

Die ersten Symptome von Hantavirus ähneln oft denen einer schweren Grippe, einschließlich Fieber, Körperschmerzen, Kopfschmerzen, Unwohlsein und Magen-Darm-Beschwerden. In schwereren Fällen können Patienten einen trockenen Husten, Atemnot, einen Blutdruckabfall und Atemversagen entwickeln. Infektiologin Gabriela Gehring merkte an, dass nicht alle Patienten schwere Formen der Krankheit entwickeln, da einige nur unspezifische Symptome zeigen.

Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung für Hantavirus. Die medizinische Versorgung konzentriert sich auf supportive Therapie und engmaschige Krankenhausüberwachung. Gesundheitsbeamte fordern die Öffentlichkeit auf, bei Auftreten erster Symptome sofort einen Arzt aufzusuchen, insbesondere nach möglicher Exposition gegenüber Umgebungen, in denen Nagetiere vorhanden sein könnten. Präventive Maßnahmen umfassen die Sauberhaltung von Grundstücken, die Aufbewahrung von Lebensmitteln in verschlossenen Behältern, die Entfernung von Schutt in der Nähe von Häusern sowie die Verwendung von Handschuhen und geschlossenem Schuhwerk bei Reinigungsarbeiten. Behörden empfehlen die Verwendung feuchter Reinigungsmethoden in geschlossenen Räumen wie Silos und Lagerhäusern, um zu verhindern, dass kontaminierte Partikel in die Luft gelangen.

Basierend auf Berichten von g1.