Bei einem bizarren und störenden Vorfall wurde ein Pferd, das in eine kritische Wasserleitung in Belo Horizonte gefallen war, erfolgreich gerettet, was den Weg für die Wiederherstellung der Wasserversorgung in einem großen Teil des Ballungsgebiets ebnete. Der Sturz des Tieres in die São-Lucas-Sul-Pipeline im Stadtteil Taquaril verursachte eine massive Unterbrechung des Rio-das-Velhas-Systems, wodurch über 700 Stadtteile und sieben umliegende Städte ohne Wasser blieben.
Die Rettung wurde vom technischen Team von Copasa auf Video festgehalten, das das Pferd am frühen Mittwochmorgen nach einer umfangreichen Suche lokalisierte. Ein Techniker, der das Filmmaterial kommentierte, bestätigte den Fund um 5:23 Uhr und erklärte, dass sich das Tier tatsächlich in dem 700-Millimeter-Ventil befand, das zum São-Lucas-Sul-Reservoir führt. Nach der Entdeckung begann das Team sofort mit dem komplexen Bergungsprozess und leitete ein strenges Reinigungsprotokoll ein.
Der Vorfall löste eine weitreichende Wasserunterbrechung aus, die nicht nur Belo Horizonte, sondern auch die Gemeinden Contagem, Nova Lima, Raposos, Ribeirão das Neves, Sabará, Santa Luzia und Vespasiano betraf. Erste Berichte deuten darauf hin, dass das Pferd möglicherweise im Stadtteil Paraíso in die Pipeline gefallen ist und eine der Hauptstrukturen des Hochdrucksystems beeinträchtigt hat, das die Wasseraufbereitungsanlage speist.
Nachdem das Pferd sicher entfernt wurde, ist Copasa nun in die kritische Phase der Sicherstellung der Wasserqualität übergegangen. Das Unternehmen bestätigte, dass das gesamte Wasser im betroffenen Abschnitt der Pipeline vollständig abgelassen wurde und nicht für den Verbrauch verwendet wird. Ein umfassender Sanierungs- und chemischer Desinfektionsprozess für das gesamte Netzwerk wurde eingeleitet, gefolgt von sorgfältigen Labortests, um alle Trinkwasserparameter zu validieren.
Die Wasseraufbereitungsanlage wird erst dann wieder pumpen, wenn die Wasserversorgung nachweislich allen Sicherheitsstandards entspricht. In der Zwischenzeit wird die prioritäre Versorgung von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen durch Wassertankwagen aufrechterhalten. Copasa hat die Öffentlichkeit versichert, dass bisher keine Anomalien in der Wasserqualität festgestellt wurden, aber die vollständige Normalisierung des Dienstes hängt vom erfolgreichen Abschluss der Reinigungs- und Testverfahren ab.
Das Versorgungsunternehmen geht davon aus, dass das System am Mittwoch später wieder in Betrieb genommen wird und die Versorgung im Laufe des Tages allmählich wieder normalisiert wird. Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit kritischer städtischer Infrastruktur für unerwartete Ereignisse und die komplexen, mehrstufigen Maßnahmen, die zur sicheren Wiederherstellung grundlegender Dienste erforderlich sind.
Basierend auf Berichten von g1.