Lens-Manager Pierre Sage nahm am Montag die Auszeichnung als UNFP Ligue 1 Trainer des Jahres entgegen, lenkte das Rampenlicht jedoch schnell auf seinen Kollegen bei Marseille, Habib Beye. Beye steht nach einem schwierigen Saisonstart unter Beschuss und behauptete am Sonntag, er sehe sich einer 'Acharnement' der Medien ausgesetzt. Sage, der zuvor Beyes Assistent bei Red Star war, bot eine herzliche Verteidigung.
„Zunächst sollten Sie wissen, dass ich eineinhalb Jahre lang Habib Beyes Assistent war und Red Star im Jahr meines Abgangs aufgestiegen ist“, erinnerte sich Sage. „Sie brauchten mich nicht, um aufzusteigen, und der Rest des Stabs hat eine außergewöhnliche Arbeit geleistet, und die Dinge haben sich Jahr für Jahr verbessert.“
Im weiteren Verlauf seiner Solidaritätsbekundung sagte Sage: „Ich bin ziemlich solidarisch mit Habib, was das betrifft, was er durchmacht, was ihm auferlegt wird. Ich denke, sehr aufrichtig, dass, wenn er durchhält, wenn ihm Zeit gegeben wird, wenn die Planeten in die richtige Richtung stehen, alles gut für ihn laufen wird.“ Er fügte hinzu, dass Beye aus ihrer gemeinsamen Zeit „ein wunderbarer Mensch und ein großartiger Trainer“ sei.
Sages Worte kommen zu einem Zeitpunkt, da Beye in Marseille einer zunehmenden Prüfung ausgesetzt ist. Nach einem Sommer voller hoher Erwartungen haben die Ergebnisse nicht den Ambitionen des Vorstands entsprochen, was zu Spekulationen über seine Jobsicherheit führte. Beyes Aussagen nach dem Spiel am Sonntag unterstrichen sein Gefühl, von den Medien unfair angegriffen zu werden, eine Behauptung, die Sages Unterstützung nun untermauert.
Für Sage würdigt die UNFP-Auszeichnung seine eigenen Leistungen in Lens, wo er ein konkurrenzfähiges Team aufgebaut hat. Seine Unterstützung für Beye unterstreicht den Respekt, den er für seinen ehemaligen Mentor hegt, und die Kameradschaft unter den Ligue-1-Trainern. Es dient auch als Erinnerung daran, dass Stabilität im Management oft der Schlüssel zu langfristigem Erfolg ist.
Die Beziehung zwischen Sage und Beye reicht zurück bis zu ihrer Zusammenarbeit bei Red Star, wo sie eine Aufstiegskampagne teilten. Sage schreibt Beyes Führungsqualitäten und Bescheidenheit zu, Eigenschaften, die seiner Meinung nach Beye letztlich durch die aktuelle Krise bringen werden. „Wir haben täglich zusammengearbeitet und ich habe seine Hingabe gesehen“, deutete Sage durch seine Äußerungen an.
Während Marseille sich auf das nächste Spiel vorbereitet, wird Beye hoffen, dass Sages öffentlicher Vertrauensbeweis etwas Erleichterung bringt. Die Fußballgemeinschaft wird genau beobachten, ob der OM-Vorstand den Rat der Geduld beherzigt oder einen Wechsel beschließt. Vorerst steht Sages Solidarität als Zeugnis der im Spiel geschlossenen Bande.
Basierend auf einem Bericht von L'Equipe.