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Polizei von Rio besetzt Gardênia Azul: Schulen schließen

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Die Militärpolizei von Rio hat eine unbefristete Operation in Gardênia Azul gestartet, wodurch fünf Schulen und fünf Gesundheitseinrichtungen geschlossen

Die Militärpolizei von Rio de Janeiro hat am Freitag eine große, unbefristete Operation in der Gemeinde Gardênia Azul eingeleitet. Die Aktion, an der mehrere Bataillone und Spezialeinheiten beteiligt sind, zielt darauf ab, kriminelle Aktivitäten im Stadtteil Jacarepaguá in der Westzone der Stadt zu unterdrücken. Die Behörden haben Boden- und Wasserfahrzeuge eingesetzt, darunter gepanzerte Fahrzeuge, Boote und ein mobiles Kommandozentrum.

Nach Angaben von Polizeibeamten hat die kriminelle Fraktion Comando Vermelho Gardênia Azul als Basis genutzt, um Angriffe auf rivalisierende Gruppen in anderen Teilen von Jacarepaguá und dem benachbarten Bezirk Recreio dos Bandeirantes zu starten. Das erklärte Ziel der dauerhaften Präsenz ist es, diese gewaltsamen Territorialstreitigkeiten einzudämmen und die Region zu stabilisieren.

Ein deutlicher Anstieg der lokalen Kriminalstatistiken lieferte einen weiteren Anstoß für die Operation. Daten des Instituts für öffentliche Sicherheit (ISP) zeigten, dass Autodiebstähle und Motorradraubüberfälle in den nahegelegenen Polizeibezirken Barra da Tijuca und Taquara im März 2026 im Vergleich zum gleichen Monat 2025 um 30 % gestiegen sind. Die Zahl der gemeldeten Vorfälle stieg in diesem Zeitraum von 61 auf 79.

Die Polizeipräsenz hatte unmittelbare lokale Auswirkungen. Fünf kommunale Schulen in der Region stellten den Unterricht ein, und fünf Gesundheitseinrichtungen setzten aufgrund der Sicherheitsoperation ihre externen Aktivitäten aus. Trotz des Umfangs der Aktion stellte die Militärpolizei klar, dass sie nicht direkt mit dem breiteren territorialen Rückeroberungsplan der Landesregierung verbunden ist.

Dieser Regierungsplan, der dem Obersten Bundesgericht (STF) als Teil des langjährigen ADPF-Falles „Favelas“ vorgelegt wurde, zielt speziell auf die Gemeinden Gardênia Azul, Rio das Pedras und Muzema ab. Diese Gebiete sind durch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Milizen und Drogenhändlern gekennzeichnet. Der STF prüft den Vorschlag noch.

Während Quellen nahelegten, dass die aktuelle Operation mindestens eine Woche dauern könnte, ist die offizielle Haltung der Militärpolizei, dass die Besetzung für einen unbestimmten Zeitraum fortgesetzt wird. Der Umfang der Operation, an der mindestens sieben Bataillone beteiligt sind, unterstreicht das Engagement der Behörden, einen dauerhaften Sicherheitsstützpunkt in der Gemeinde zu etablieren.

Basierend auf Berichten von g1.