In einem Fall, der den Bundesstaat Maranhão erschüttert hat, hat sich ein Polizeibeamter den Behörden gestellt, nachdem er in einen gewaltsamen Angriff auf eine schwangere Hausangestellte verwickelt war. Der Beamte, identifiziert als Michael Bruno Lopes Santos, wird beschuldigt, auf Geheiß seines Arbeitgebers Carolina Sthela Ferreira dos Anjos an dem Angriff teilgenommen zu haben.
Das Opfer, eine 19-jährige Frau im fünften Monat schwanger, schilderte eine erschütternde Tortur langanhaltender körperlicher Misshandlung. Sie berichtete, dass sie Schlägen, Tritten und Haareziehen ausgesetzt war, wobei die Angreifer keine Rücksicht auf ihren Zustand nahmen. Der Angriff soll begonnen haben, nachdem die Arbeitgeberin sie beschuldigt hatte, ein Schmuckstück gestohlen zu haben, das später in einem Wäschekorb gefunden wurde.
Nach den Aussagen des Opfers setzte sich die Gewalt fort, selbst nachdem der verlorene Gegenstand gefunden worden war. Sie gab an, dass ihr mit dem Tod gedroht wurde, wenn sie den Vorfall bei der Polizei melde. Die Arbeitgeberin Carolina Sthela wurde im Nachbarstaat Piauí festgenommen, nachdem sie sich zunächst den Behörden entzogen hatte.
Von Ermittlern und Medien erlangte Audioaufnahmen zeigen die eigene Darstellung der Arbeitgeberin des brutalen Angriffs. In einer Nachricht soll sie gesagt haben, das Opfer „hätte nicht lebend herauskommen sollen“. Die Aufnahmen beschreiben auch die Beteiligung eines bewaffneten Mannes, der ins Haus kam, um den Angriff zu unterstützen.
Der Fall hat zur Suspendierung von vier Polizeibeamten geführt, die zunächst auf den Vorfall reagiert hatten. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem Audioaufnahmen darauf hindeuteten, dass die Arbeitgeberin vermieden hatte, zur Polizeiwache gebracht zu werden, weil sie einen der eingreifenden Beamten kannte. Der Beamte soll ihr gesagt haben, dass sie aufgrund der sichtbaren Verletzungen des Opfers hätte festgenommen werden müssen.
Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Arbeitgeberin eine Vorgeschichte rechtlicher Probleme hat, darunter eine frühere Verurteilung wegen falscher Beschuldigung einer ehemaligen Babysitterin des Diebstahls. Das Opfer im aktuellen Fall berichtete, fast 10-Stunden-Tage für minimale Bezahlung gearbeitet und verschiedene Haushaltspflichten erledigt zu haben.
Der Polizeibeamte Michael Bruno Lopes Santos sieht nun einer vom Gericht angeordneten Untersuchungshaft entgegen. Er wird auch von der internen Abteilung der Militärpolizei untersucht. Der Fall wird von der örtlichen Anwaltskammer als Fall von schwerer Folter, Körperverletzung, Bedrohung und Verleumdung behandelt.
Basierend auf Berichterstattung von g1.