Die 34. Ausgabe der Trophées UNFP, der prestigeträchtigsten Einzelauszeichnung des französischen Fußballs, wurde um einen Tag verschoben und findet nun am Montagabend statt. Die Veranstaltung im historischen Palais Brongniart in Paris beginnt um 19:45 Uhr Ortszeit. Die Moderatoren Marina Lorenzo und Thibault Le Rol führen die Zuschauer durch die Übertragung, die live auf der Plattform Ligue 1+ gezeigt wird. Die Zeremonie ehrt die besten Spieler, Trainer und Torhüter der Saison der Ligue 1 bei den Männern und Frauen.
Die Zeremonie des letzten Jahres zeigte die überwältigende Stärke von PSG in der Ligue 1. Ousmane Dembélé erhielt nach einer glanzvollen Spielzeit die Auszeichnung als Spieler des Jahres, während der aufstrebende Star Désiré Doué den Preis für den jungen Spieler des Jahres mit nach Hause nahm. Cheftrainer Luis Enrique wurde in seiner ersten Saison als bester Trainer ausgezeichnet. Die einzige Auszeichnung, die Paris entging, war die des Torhüters des Jahres, die an Lilles Lucas Chevalier ging.
Die Dominanz von PSG erstreckte sich über die einzelnen Spitzenauszeichnungen hinaus. In der Mannschaft der Saison waren neun von elf Positionen mit Spielern von Paris Saint-Germain besetzt. Die vollständige Liste umfasste Achraf Hakimi, Marquinhos, Pacho, Nuno Mendes, Joao Neves, Vitinha und Bradley Barcola sowie Dembélé und Doué. Die einzigen Eindringlinge waren Lyons Rayan Cherki und Lilles Chevalier. Diese 9-2-Verteilung unterstrich die Kluft zwischen PSG und dem Rest der Liga.
In dieser Saison scheint sich das Szenario zu wiederholen. PSG steuert auf einen weiteren Ligue-1-Titel zu, und ihre Schlüsselspieler haben eine hervorragende Form beibehalten. Dembélé ist weiterhin der entscheidendste Stürmer der Liga, der Tore und Vorlagen häuft. Luis Enrique hat den Spielstil der Mannschaft weiter verfeinert und PSG sowohl defensiv solide als auch kreativ unberechenbar gemacht. Beobachter erwarten einen erneuten Durchmarsch, bei dem Dembélé, Luis Enrique und möglicherweise mehrere PSG-Spieler wieder in der Mannschaft der Saison vertreten sein werden.
Die Verschiebung der Zeremonie von Sonntag auf Montag – aufgrund von Terminkonflikten – bringt eine kleine Wendung, aber das Ergebnis wird sich wahrscheinlich nicht ändern. Laut Vorschau von L'Equipe werden die Wähler voraussichtlich erneut die nationale Dominanz von PSG belohnen. Die einzige mögliche Abweichung könnte in der Kategorie des Torhüters liegen, wo Chevalier erneut ein starker Anwärter ist, diesmal in Konkurrenz zu PSGs eigenem Gianluigi Donnarumma. Allerdings könnten Chevalliers konstante Leistungen für Lille ihm eine zweite Auszeichnung in Folge einbringen.
Für die Ligue 1 als Ganzes wirft die Konzentration der Auszeichnungen auf PSG breitere Fragen zum Wettbewerbsgleichgewicht auf. Während die überlegenen Ressourcen des Vereins klar sind, sind die individuelle Brillanz von Spielern wie Dembélé und das taktische Geschick von Luis Enrique unbestreitbar. Dennoch unterstreicht das Fehlen von Vertretern anderer Vereine eine wachsende Kluft, die die Liga angehen muss. Die Auszeichnungen laufen Gefahr, lediglich ein Spiegelbild der finanziellen Stärke von PSG zu sein, anstatt das vielfältige Talent in der gesamten Liga zu feiern.
"Es ist fast wie eine interne Preisverleihung von PSG", scherzte ein Journalist. Aber die Realität ist, dass die Pariser ihren Rivalen haushoch überlegen sind. Ihre Leistungen in der Champions League, auch wenn sie nicht immer den nationalen Standards entsprechen, steigern ihr Profil weiter. Die Auszeichnungen dienen auch als Plattform für aufstrebende Talente. Désiré Doués Sieg im letzten Jahr katapultierte ihn ins Rampenlicht, und das Rennen um den jungen Spieler des Jahres wird aufmerksam verfolgt, obwohl PSGs Talentreserven sie erneut zu Favoriten machen.
Mit dem nahenden Montagabend liegt der Fokus darauf, ob Dembélé der erste Sieger in Folge seit jüngster Zeit werden kann und ob Luis Enrique seine Trainer-Trophäe verteidigen kann. Die Antworten werden die Erzählung der Saison prägen. Da möglicherweise neun PSG-Spieler in der Mannschaft der Saison stehen, könnte die Zeremonie erneut wie eine Pariser Feier aussehen. Doch die Anwesenheit von Außenseitern wie Cherki und Chevalier bietet einen Hauch von Vielfalt in einer ansonsten blau-roten Angelegenheit.
Über die individuellen Auszeichnungen hinaus dienen die Trophées UNFP als Barometer für die Gesundheit der Liga. Die anhaltende Dominanz von PSG bei den Preisen spiegelt ihre Überlegenheit auf dem Spielfeld wider, überdeckt aber auch die Beiträge von Spielern anderer Vereine. Die Zeremonie, die eine Feier der Exzellenz ist, hebt auch die wachsende Kluft hervor, die die Attraktivität der Ligue 1 bedroht. Vorerst bleibt der Fokus jedoch auf den Stars von Paris.
Basierend auf Berichten von L'Equipe.