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Rangers gegen Celtic: Festnahmen erreichen 37 – Polizei

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Sechs weitere Festnahmen erhöhen die Gesamtzahl auf 37 nach Ausschreitungen bei Rangers-Celtic; Polizeichef von Schottland fordert strengere Sanktionen für

Police Scotland hat sechs weitere Festnahmen im Zusammenhang mit den Fanausschreitungen bestätigt, die nach dem schottischen Pokal-Viertelfinale zwischen Rangers und Celtic im Ibrox ausbrachen, womit sich die Gesamtzahl der Angeklagten auf 37 erhöht. Die jüngsten Festnahmen betreffen Männer im Alter von 18 bis 59 Jahren und beinhalten Straftaten wie Körperverletzung, fahrlässiges und rücksichtsloses Verhalten sowie Landfriedensbruch, was die Ernsthaftigkeit unterstreicht, mit der die Behörden die Gewalt nach dem Spiel behandeln.

Der Vorfall ereignete sich am 8. März, als Celtic nach einem torlosen Unentschieden mit 4:2 im Elfmeterschießen siegte. Als der Schlusspfiff ertönte, überschatteten ein Platzsturm und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Anhängern den Abschluss eines der am heftigsten umkämpften Spiele des schottischen Fußballs. Beamte mussten eingreifen, um die kämpfenden Fans zu trennen, und die anschließenden Ermittlungen haben nun zu Dutzenden Anklagen geführt, wobei die Zahl noch steigen könnte, da die Polizei weiterhin Verdächtige anhand von CCTV-Aufnahmen identifiziert.

Dieses Spiel ist nur einer in einer Reihe von Zuschauerproblemen, die den schottischen Fußball in dieser Saison getrübt haben und bei Behörden und Öffentlichkeit Besorgnis auslösen. Von Leuchtraketen, die auf den Platz geworfen werden, bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Tribünen und umliegenden Straßen – das Muster ist beunruhigend häufig geworden und setzt die Vereine und den schottischen Fußballverband unter Druck, wirksame Abschreckungsmaßnahmen umzusetzen.

Chief Constable Jo Farrell äußerte letzte Woche vor dem Vorstand der Scottish Police Authority ihre Frustration darüber, dass solche Unruhen von den Fußballverbänden oft „abgetan" würden. Sie argumentierte, dass die derzeitigen Sanktionen nicht ausreichten, um das Fanverhalten zu ändern, und forderte konkrete Konsequenzen für Vereine – insbesondere Reduzierungen der Ticketkontingente für Auswärtsfans oder sogar breitere Zuschauerbegrenzungen, wenn ihre Fans in gewalttätige oder rücksichtslose Handlungen verwickelt sind.

Farrells Haltung signalisiert eine mögliche Veränderung bei der Zuteilung von Polizeiressourcen, mit der impliziten Drohung, dass die Polizei von den Vereinen verlangen könnte, mehr der finanziellen und operativen Last zu tragen, wenn die Verbände nicht handeln. Dies könnte höhere Sicherheitskosten für Vereine wie Rangers und Celtic bedeuten, deren globale Fangemeinde und intensive Rivalität bereits massive Sicherheitsmaßnahmen für jedes Old-Firm-Derby erfordern.

Die Aussicht auf reduzierte Fan-Kontingente ist besonders umstritten. Für Celtic und Rangers wurden die Auswärtskontingente in den letzten Jahren aufgrund bestehender Spannungen bereits gekürzt, wobei das traditionelle Kontingent von 7.000 Tickets für Gästefans in vielen Ligaspielen auf etwa 800 reduziert wurde. Weitere Kürzungen würden nicht nur die ikonische Atmosphäre beeinträchtigen, die den kommerziellen Wert des Derbys ausmacht, sondern könnten auch rechtliche Herausforderungen von Fans nach sich ziehen, die eine unfaire kollektive Bestrafung behaupten.

Die sechs neu angeklagten Männer werden zu gegebener Zeit vor dem Glasgow Sheriff Court erscheinen, was das Kalender der rechtlichen Verfahren aus diesem Spiel ergänzt. Police Scotland fordert die Öffentlichkeit weiterhin auf, Bilder auf einem speziellen öffentlichen Portal für größere Vorfälle zu prüfen und Informationen zu melden, was darauf hindeutet, dass die Ermittlungen noch laufen und weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen werden können.

Über die unmittelbaren Strafverfahren hinaus könnten die wiederholten Misserfolge bei der Menschenmengenkontrolle die Diskussionen über eine unabhängige Regulierung des schottischen Fußballs beschleunigen. Rufe nach einem gesetzlichen Lizenzsystem – bei dem Vereine ihre Betriebslizenz verlieren könnten, wenn sie wiederholt Fans nicht kontrollieren – werden lauter, und Farrells öffentliche Kritik könnte den Anstoß geben, dass MSPs lang aufgeschobene Gesetze zur Fußball-Governance wieder aufgreifen.

Für Rangers und Celtic, die beide stark in Stadionsicherheit und Fanbetreuung investiert haben, beschädigt die Situation auch ihren internationalen Ruf zu einer Zeit, in der sie um höhere TV-Einnahmen und europäische Wettbewerbspräsenz kämpfen. Die Szenen im Ibrox wurden weltweit übertragen, und wiederkehrende Unruhen untergraben die Erzählung eines fortschrittlichen, modernen schottischen Spiels.

Der Scottish Cup, traditionell eine Bühne für das nationale Fußballerbe, wurde nun bereits zum zweiten Mal in Folge von solchen Szenen überschattet, was die Ängste verstärkt, dass Spiele mit hohem Einsatz ohne drakonische Maßnahmen unkontrollierbar werden. Während die Saison 2023–24 zu Ende geht, stehen die Vereine, der SFA und die SPFL unter Druck, zu zeigen, dass sie nicht nur wettbewerbsfähige, sondern auch sichere Spiele liefern können.

Während die Festnahmen eine Strafverfolgungsreaktion darstellen, machte Farrell klar, dass Polizeiarbeit allein nicht die Lösung ist; ein kultureller Wandel innerhalb der Fangruppen, angeregt durch echte Rechenschaftspflicht der Vereine, ist erforderlich. Die kommenden Monate werden zeigen, ob ihre Worte in Politik umgesetzt werden – und ob der schöne Fußball in Schottland sein hässlichstes Kapitel abschließen kann.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.