Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez wird aufgrund angespannter Beziehungen das Clásico im Camp Nou auslassenIn einem Schritt, der weithin erwartet wurde, wird Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez an diesem Sonntag, dem 10. Mai, beim bevorstehenden Clásico gegen Barcelona nicht in der Präsidentenloge im Camp Nou anwesend sein.
Die Entscheidung steht in direktem Zusammenhang mit der anhaltenden und gut dokumentierten Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden spanischen Fußballgiganten, eine Situation, die weitgehend durch den 'Negreira-Fall' angeheizt wird – die Untersuchung von Zahlungen, die Barcelona an den ehemaligen Vizepräsidenten des Technischen Komitees der Schiedsrichter Spaniens geleistet hat.
Diese Abwesenheit ist kein Einzelfall, sondern Teil eines anhaltenden Trends. Seit mehreren Jahren hat Pérez darauf verzichtet, bei Auswärts-Clásico-Spielen die Präsidentenloge im Camp Nou zu besuchen, ein klares Anzeichen für die tiefgreifenden Spannungen, die derzeit die Beziehung zwischen den beiden Rivalen prägen.
Der 'Negreira-Fall' hat einen langen Schatten auf den spanischen Fußball geworfen und eine Kluft geschaffen, die über das Spielfeld hinaus bis in die höchsten Ebenen der Vereinsverwaltung reicht. Pérez' anhaltende Abwesenheit von der Loge der Barcelona-Verantwortlichen ist eine stille, aber aussagekräftige Aussage über die anhaltende Zwietracht.
Das Spiel selbst, ein Herzstück des La-Liga-Kalenders, wird daher ohne die Anwesenheit eines seiner prominentesten Clubpräsidenten im traditionellen Gastgeberbereich stattfinden, was unterstreicht, dass die Rivalität zwischen Real Madrid und Barcelona derzeit weit mehr als nur sportlichen Wettbewerb umfasst.