Red-Star-Präsident Patrice Haddad äußerte seine große Zufriedenheit mit der Leistung des Teams in dieser Saison und betonte, dass die ursprünglichen Ziele weit übertroffen wurden. Auf einer kürzlichen Pressekonferenz blickte er auf eine Spielzeit zurück, die den Verein an die Schwelle zum Aufstieg in die Ligue 1 gebracht hat – ein Szenario, das zu Beginn des Jahres kaum jemand erwartet hatte.
Auf die Frage, ob er sich vorstellen konnte, vor dem letzten Spieltag um einen Aufstieg in die höchste Spielklasse zu kämpfen, gab Haddad zu, dass dies nie in Betracht gezogen worden sei. Das Hauptziel war es, den 15. Platz der Vorsaison zu verbessern und einen komfortablen Mittelfeldplatz zu sichern. Stattdessen verbrachte Red Star fast die gesamte Saison in den oberen Tabellenregionen und zeigte eine Konstanz, die alle, die mit dem historischen Pariser Verein verbunden sind, erfreute.
Haddad führte die Wende auf entscheidende Anpassungen abseits des Platzes zurück, insbesondere auf die Umstrukturierung der sportlichen Leitung. Die Ankunft von Grégory Dupont als Sportdirektor brachte einen frischen, bereichsübergreifenden Ansatz, der die Abläufe rationalisierte und das gesamte technische Setup aufeinander abstimmte. Ebenso wirkungsvoll war die Rückkehr von Pauline Gamerre als Generaldirektorin – ihr tiefes Verständnis für die internen Abläufe des Vereins bedeutete, dass keine Zeit verloren ging, um wieder auf dem neuesten Stand zu sein.
Neben taktischen und administrativen Veränderungen unterstrich der Präsident die menschliche Dimension des Erfolgs von Red Star. Er beschrieb das Projekt als ein gemeinsames Abenteuer, bei dem sich Menschen um eine gemeinsame Vision versammeln, gemeinsam denken und handeln. Diese kollektive Denkweise, die über 15 Jahre mit demselben Kernpersonal gepflegt wurde, hat nun auf dem Platz greifbare Früchte getragen.
Trotz der Euphorie bremste Haddad jede Eile in Richtung eines Ligue-1-Schicksals. Er bestätigte, dass der Verein vor der DNCG verschiedene Szenarien vorbereitet habe, betonte jedoch die Bedeutung eines maßvollen, schrittweisen Wachstums. Die bemerkenswerte Saison, so sagte er, stelle bereits eine Leistung dar, und der Fokus müsse weiterhin auf dem Aufbau nachhaltiger Strukturen liegen, anstatt sofortiger Befriedigung nachzujagen.
Mit Blick auf die Zukunft bekräftigte der Präsident sein Bekenntnis zum Zeithorizont 2030. Er argumentierte, dass die Zukunft von Red Star in der Elite von der eigenen Akademie angetrieben werde, die erst zwei Jahre alt und noch in den Kinderschuhen stecke. Die jungen Talente, die durch die Reihen kommen, werden schließlich die Ambitionen des Vereins tragen, weshalb Geduld und langfristige Investitionen nicht verhandelbar seien.
Haddad würdigte auch die Beiträge des Cheftrainers und aller Mitarbeiter, deren Hingabe über 15 Jahre durch diese Saison bestätigt wurde. Der gesamte Verein – von der Führungsebene bis zum Spielerkader – hat Grund, eine Saison zu feiern, die von kollektiver Zustimmung und einem klaren Sinn für Zielsetzung geprägt war.
Mit dem nahenden letzten Spieltag hat die Möglichkeit einer Rückkehr in die Ligue 1 nach Jahrzehnten die Fantasie der Fans beflügelt. Doch Haddads Worte deuten darauf hin, dass, ob der Aufstieg in diesem Jahr oder später gelingt, die Grundlage für dauerhaften Erfolg im Stade Bauer bereits gelegt wird.
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