Der ehemalige Paris-Saint-Germain-Mittelfeldspieler Jerome Rothen hat eine taktische Erklärung für die häufigen Abstöße von Torhüter Matvei Safonov im Hinspiel des UEFA-Champions-League-Halbfinales gegen den FC Bayern München geliefert. Das Spiel endete 1:1, doch ein bestimmtes Muster in Safonovs Spielweise fiel dem Analysten auf.
Rothen beobachtete, dass Safonov wiederholt den Ball ins Aus für einen Einwurf schlug, anstatt eine kurze Spielaufbau-Sequenz von hinten einzuleiten. Dies war ein bemerkenswerter Abweichung von PSGs typischem Spielaufbau unter Trainer Luis Enrique, bei dem der Torhüter normalerweise integraler Bestandteil des Spiels von der Abwehr aus ist.
Laut Rothen war dies kein Zeichen schlechter technischer Fähigkeiten oder Nervosität des russischen Nationalspielers. Stattdessen glaubt er, es war eine bewusste und kalkulierte Anweisung des Trainerteams. „Wenn der Ball fünf, sechs, sieben Mal ins Aus geht, denke ich nicht, dass es ein Problem mit seinen Füßen ist. Es ist einfach eine Anweisung“, erklärte Rothen in seiner Analyse für RMC Sport.
Die Strategie, die durch die Aufgabe des Ballbesitzes kontraintuitiv erscheint, könnte mehreren Zwecken gedient haben. Sie könnte darauf ausgelegt gewesen sein, den intensiven Druck von Bayerns hohem Pressing zu entlasten und der PSG-Abwehr zu erlauben, ihre Formation neu zu ordnen. Sie unterbricht auch den Rhythmus des gegnerischen Angriffs und bietet eine momentane Pause in einem hochkarätigen europäischen K.o.-Spiel.
Safonov, der sich in beeindruckender Form befand und internationale Anerkennung erlangte, folgte wahrscheinlich einem spezifischen Spielplan. Die Entscheidung, das riskante Kurzpassspiel gegen ein Team wie den FC Bayern München, das für sein aggressives Pressing bekannt ist, zu umgehen, unterstreicht die differenzierten taktischen Kämpfe, die auf höchster Ebene des Fußballs stattfinden.
Das 1:1-Ergebnis lässt das Duell vor dem Rückspiel fein ausbalanciert. Rohtens Einblick beleuchtet die Mikroentscheidungen und vorab geplanten Strategien, die Trainer wie Luis Enrique einsetzen, auch wenn sie gelegentlich Beobachter verwirren, die von einem Team wie PSG einen mehr auf Ballbesitz ausgerichteten Ansatz erwarten.
Basiert auf Berichten von Чемпионат.com.