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Sarri verlässt Lazio nach Platz 9: Als Nächstes Atalanta?

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Maurizio Sarri verlässt Lazio im gegenseitigen Einvernehmen nach einem 9. Platz in der Serie A und einer Niederlage im Coppa-Italia-Finale. Ein Wechsel zu

Maurizio Sarris zweite Amtszeit bei Lazio ist nach nur einer Saison zu Ende gegangen, da der Verein und der 67-jährige Trainer im gegenseitigen Einvernehmen getrennte Wege gehen. Die Entscheidung folgt auf eine enttäuschende Saison, in der die Biancocelesti in der Serie A den neunten Platz belegten und im Finale der Coppa Italia eine 0:2-Niederlage gegen Inter Mailand hinnehmen mussten.

Sarri war ursprünglich im Juni 2021 zu Lazio gekommen, und seine erste Amtszeit war weitgehend erfolgreich. Er führte das Team in der Saison 2022-23 auf den zweiten Platz – die beste Platzierung in der Liga seit dem Gewinn des Scudetto 1999-2000. Dieser Schwung war jedoch schnell verflogen. Weniger als ein Jahr später trat Sarri zurück, nach einer desaströsen Serie von fünf Niederlagen in sechs Spielen in allen Wettbewerben, was den Verein in eine Phase der Unruhe stürzte.

Seine Rückkehr im letzten Sommer wurde mit vorsichtigem Optimismus aufgenommen. Lazio hoffte, Sarri könne die alten Tugenden wiederbeleben und die Qualifikation für den Europapokal sichern. Stattdessen entwickelte sich die Saison negativ und gipfelte in einem neunten Platz – weit unter den Erwartungen für einen Verein von Lazios Statur. Das Coppa-Italia-Finale bot eine Chance auf Wiedergutmachung, aber Inter Mailand war zu stark, dominierte das Spiel und ließ Sarris Zukunft ernsthaft in Frage stellen.

Die offizielle Erklärung des Vereins war kurz, aber klar: „S.S. Lazio gibt bekannt, dass eine einvernehmliche Einigung zur Auflösung der Verträge von Cheftrainer Maurizio Sarri und seinem Trainerstab erzielt wurde.“ Die Nachricht wurde von einer Videowürdigung in den sozialen Medien begleitet, mit der Überschrift „Danke für alles, Kommandant“, die seine früheren Beiträge würdigte, aber auch ein klares Ende markierte.

Für Lazio wirft die Trennung drängende Fragen zur Ausrichtung des Vereins auf. Der neunte Platz bedeutet kein europäisches Fußball in der nächsten Saison, ein erheblicher Schlag für Finanzen und Prestige. Der neue Trainer steht vor einer Wiederaufbauaufarbeitung, insbesondere mit einem alternden Kader und der Notwendigkeit, die Fanbasis zu neuem Leben zu erwecken. Berichten aus Italien zufolge ist Gennaro Gattuso, der frühere italienische Nationaltrainer und AC-Mailand-Legende, der Spitzenkandidat für die Nachfolge. Gattusos feuriges Temperament und taktischer Pragmatismus könnten den nötigen Umbruch bei Lazio bringen, aber es ist eine riskante Ernennung angesichts seiner gemischten Bilanz bei früheren Vereinen.

Sarri hingegen scheint nicht an Interessenten zu mangeln. Italienische Medien deuten darauf hin, dass er kurz davor steht, das Ruder bei Atalanta zu übernehmen, wo der aktuelle Trainer Raffaele Palladino unter Druck steht. Atalantas dynamische, angriffsorientierte Philosophie könnte Sarris berühmten „Sarri-Ball“-Stil begünstigen, der schnelles Passspiel, hohes Pressen und Positionsrotationen betont. Sollte der Wechsel zustande kommen, wäre dies ein faszinierendes Kapitel für beide Seiten, das Sarri die Möglichkeit gäbe zu beweisen, dass seine Methoden auf höchstem Niveau weiterhin relevant sind.

Dies ist das zweite Mal, dass Sarri Lazio im gegenseitigen Einvernehmen verlässt, und es unterstreicht die volatile Natur des modernen Fußballmanagements. Seine Zeit bei Chelsea in der Saison 2018-19, in der er die Europa League gewann, zeigte, dass er auch außerhalb Italiens erfolgreich sein kann, aber seine jüngsten Jobs waren von Inkonsistenz geprägt. Mit 67 Jahren ist die Zeit nicht auf seiner Seite, um langfristige Projekte zu betreuen, was die mögliche Rolle bei Atalanta zu einer kritischen Karriereentscheidung macht.

Lazio steht nun ein entscheidender Sommer bevor. Der Verein muss nicht nur einen neuen Cheftrainer ernennen, sondern auch kluge Transferentscheidungen treffen, um eine weitere Saison im Mittelfeld zu vermeiden. Die Gerüchte um Gattuso, wenn auch unbestätigt, deuten auf den Wunsch nach einer starken Persönlichkeit hin, die die Kabine dominiert. Die Fans, die noch unter der Niederlage im Coppa-Italia-Finale leiden, werden sofortige Verbesserungen fordern.

Während Sarri sich seiner nächsten Herausforderung zuwendet, wird sein Vermächtnis bei Lazio mit einer Mischung aus Wertschätzung für den zweiten Platz und Frustration über die folgende Instabilität betrachtet werden. Der Fußball wartet, wie immer, auf niemanden, und sowohl Lazio als auch Sarri müssen nun getrennte Wege in einer zunehmend wettbewerbsfähigen Serie-A-Landschaft gehen.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.