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Sicherheitsermittlungen in Bahia: 3 nach Folter im

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Drei Supermarkt-Sicherheitswächter in Salvador wegen Folter und Mord an zwei Männern verhaftet, die beim Fleischdiebstahl erwischt wurden. Polizei gibt Details

Die Behörden in Bahia haben bei einer beunruhigenden kriminalpolizeilichen Ermittlung bedeutende Fortschritte erzielt. Drei Sicherheitswächter des Atakarejo-Supermarkts in Salvador wurden am Montagmorgen verhaftet. Die Verhaftungen sind Teil einer Operation, die die Tode von Bruno Barros und Yan Barros da Silva untersucht – Onkel und Neffe, die nach dem Versuch, Fleisch aus dem Geschäft zu stehlen, getötet wurden.

Der Fall hat intensive Aufmerksamkeit erregt. Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Männer Ende April von Supermarkt-Sicherheitskräften festgenommen. Anstatt Strafverfolgungsbehörden zu kontaktieren, übergaben die Wächter sie angeblich Drogenhändlern aus dem Viertel Nordeste de Amaralina. Die Opfer wurden anschließend gefoltert, hingerichtet und ihre Leichen später in der Ortschaft Polêmica entdeckt.

Bei einer Pressekonferenz lieferte der Sekretär für öffentliche Sicherheit von Bahia, Ricardo César Mandarino, wichtige Details. Er betonte, dass zu keinem Zeitpunkt die Zivil- oder Militärpolizei gerufen wurde, um den ursprünglichen Diebstahl zu behandeln. Der Supermarkt erstattete nur einen Verwaltungsbericht. „Sie haben keine polizeiliche Befugnis, jemanden zu bestrafen, geschweige denn einen Mord anzuordnen. Sie hatten die Pflicht, die Polizei zu rufen“, erklärte Mandarino.

Die Ermittlungen legen ein beunruhigendes Muster offen. Die leitende Ermittlerin, Delegada Andréa Ribeiro, stellte fest, dass dies kein Einzelfall ist. Beweise deuten auf einen ähnlichen Überfall auf ein 15-jähriges Mädchen im vergangenen Oktober hin, nachdem es beim Ladendiebstahl im selben Geschäft erwischt wurde. Die Jugendliche erlitt körperliche Gewalt, meldete die Tat jedoch aus Angst nicht.

Neben den drei Sicherheitswächtern wurden vier weitere Personen wegen Drogenhandels verhaftet. Durchsuchungsbefehle wurden im Supermarkt sowie in Wohnungen im Komplex Nordeste de Amaralina und anderen Gebieten der Hauptstadt vollstreckt. Ein Verdächtiger wurde in der Gemeinde Conceição do Jacuípe gefunden.

Der Supermarkt Atakarejo gab eine Erklärung ab, in der es heißt, dass man sich nicht zu gerichtlichen Entscheidungen äußere, aber weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Das Unternehmen sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und bekräftigte, dass es keine Art von Gewalt toleriere. Beamte machten jedoch deutlich, dass sie die potenzielle zivilrechtliche Haftung des Unternehmens in dieser Angelegenheit prüfen.

Delegada Ribeiro bestätigte, dass die Verhaftungen die erste Phase der Ermittlungen darstellen. Die Behörden sind offen für neue Informationen und arbeiten daran, alle in die kriminelle Handlung verwickelten Personen zu identifizieren. Der Fall wirft ernsthafte Fragen zur Unternehmensverantwortung und den gefährlichen Konsequenzen der Umgehung des Justizsystems auf.

Basierend auf Berichten von g1.