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Spanien 1-1 Irak: Was Yamals Abwesenheit und die

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Spanien 1-1 Irak: Yamals Verletzungssorgen, acht Debütanten im WM-Testspiel. Torres brachte Spanien in Führung, aber Doskis Weitschuss glich aus. Die Tiefe des

Spaniens letztes WM-Testspiel endete mit einem 1:1-Unentschieden gegen den Irak im Estadio Riazor, aber das Ergebnis gab kaum Aufschluss über die Aussichten von La Roja im Turnier. Da Cheftrainer Luis de la Fuente eine stark rotierte Mannschaft mit acht Debütanten aufbot, ging es in La Coruña mehr darum, Randspieler zu bewerten, als eine Startelf zu verfeinern.

Nur eine Handvoll wahrscheinlicher Starter betraten das Feld – Pedro Porro, Aymeric Laporte und vielleicht Dani Olmo –, da De la Fuente seine Schlüsselspieler schonen wollte. Lamine Yamal, das Teenager-Phänomen, das seit dem 22. April mit einem Oberschenkelriss ausfällt, war der auffälligste Abwesende; sein Name fehlte im Spieltagskader, zusammen mit anderen etablierten Stars wie Rodri, Pedri, Nico Williams und Marc Cucurella. Yamals Fitness bleibt das größte Fragezeichen über Spaniens WM-Kampagne, und seine Abwesenheit hier tat wenig, um die Bedenken zu zerstreuen.

Die experimentelle Aufstellung ging früh in Führung, als ein geschickter Spielzug in der 15. Minute die irakische Mittelfeldreihe durchbrach. Laporte leitete den Angriff ein, indem er aus der Abwehr heraustrat und einen Pass zu Olmo spielte, der schnell zu Borja Iglesias weiterleitete. Der Stürmer ließ den Ball geschickt durch seine Beine laufen, sodass Ferran Torres von rechts einlaufen konnte, Zaid Tahseen überlief und den Ball flach ins Netz schoss. Es war ein Moment der Klasse, der Spaniens Potenzial auch in einer zusammengewürfelten Elf zeigte.

Der Irak antwortete jedoch mit einer individuellen Glanzleistung, die noch jahrelang wiederholt werden wird. Merchas Doski, auf der linken Flanke positioniert, schoss einen Ball, der wie eine Flanke aussah, aber bösartig unter die Latte tauchte. Ob er ihn als Schuss meinte, bleibt umstritten, aber die Ausführung war unbestreitbar. Torhüter Joan García, einer der Anwärter auf die Startelf, bekam eine Hand an den Ball, konnte ihn aber nicht halten – ein Moment, der seinen Aussichten in der laufenden nationalen Debatte um das Trikot der Nummer 1 wohl nicht zuträglich war.

Spanien kontrollierte weiterhin den Ballbesitz, aber es fehlte die Durchschlagskraft. Torres traf die Latte, und Olmos Volleyschuss ging über das Tor, als die erste Halbzeit unentschieden endete. In der zweiten Halbzeit gab es eine Flut von Auswechslungen. De la Fuente gab Atletico Madrids Marc Pubill, Beñat Turrientes und Javi Guerra ihr Debüt. In einem Moment lief Debütant Jesus Rodríguez, Sekunden nach seiner Einwechslung, auf das Tor zu, schoss aber daneben. Diese Kurzeinsätze drehten sich weniger um das Ergebnis als um die Erfahrungssammlung im weiteren Kader.

Der vielleicht bedeutendste Auftritt kam von Mikel Merino, der seit Januar aufgrund einer Verletzung nur 28 Minuten Pflichtspiel bestritten hatte. In der 66. Minute mit der Kapitänsbinde eingewechselt, war Merinos kurzer Einsatz ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollständigen Fitness. Seine Präsenz – ruhig, kampfbereit und intelligent – bot einen Einblick in die Mittelfeldstabilität, auf die Spanien in der K.o.-Phase angewiesen sein wird, und sein Genesungszeitplan scheint nun auf Kurs zu sein.

De la Fuentes Auswahlstrategie offenbarte sowohl die Tiefe als auch die Lücken in dieser spanischen Mannschaft. Die acht Debütanten – darunter Spieler, die gar nicht zur WM reisen – zeigten den Talentpool, aber die zusammenhanglose Leistung warf Fragen zum Zusammenhalt auf, falls Verletzungen zuschlagen. Der Trainer hat einen gefestigten Kern, doch da Yamals Oberschenkel ein aktuelles Problem ist und andere wie Merino wieder in Form kommen müssen, ist der Spielraum für Fehler gering.

Das Spiel hob auch taktische Anpassungen hervor: Spanien spielte in einem 4-2-3-1 anstatt des üblichen 4-3-3, wobei die Flügelspieler Álex Baena und Ferran Torres häufig nach innen zogen. Dieser Mangel an natürlicher Breite, eine Folge der Abwesenheit von Yamal und Williams, machte Spanien zeitweise berechenbar und unterstrich, wie wichtig diese direkten Läufer für De la Fuentes System sind. Die kompakte Formation des Iraks absorbierte nach dem Ausgleich mühelos den Druck.

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses herrscht im spanischen Lager keine Panik. Die Spieler, die das WM-Eröffnungsspiel bestreiten werden, sahen größtenteils von den Rängen oder der Bank zu, und die eigentliche Arbeit beginnt, wenn der 26-köpfige Kader in den USA ankommt. Das Freundschaftsspiel erfüllte seinen Zweck: Minuten für diejenigen, die sie brauchten, Bewertung der Randspieler und Vermeidung weiterer Verletzungen. Yamals Fitness und die Torhüterentscheidung sind nun die beiden drängenden Handlungsstränge.

Als die Mannschaft Santiago de Compostela in Richtung ihres Vorbereitungscamps verließ, war das vorherrschende Gefühl vorsichtiger Optimismus. Spanien bleibt einer der Favoriten, und ein zusammenhangloses Testspielunentschieden gegen eine widerstandsfähige irakische Mannschaft ändert wenig. Doch nur eine Woche vor Turnierbeginn läuft der Countdown, um ihren Starflügel fit zu bekommen und sich auf eine Nummer 1 zu einigen. Die wahren Antworten werden später kommen. Basierend auf einem Bericht des Guardian.