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Spanische Presse tobt über Champions-League

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Die spanischen Medien Marca, AS und Mundo Deportivo äußern Wut über die Schiedsrichterentscheidungen im Champions-League-Halbfinale zwischen Arsenal und

Die Nachwirkungen des Rückspiels des Champions-League-Halbfinals zwischen Arsenal und Atlético Madrid haben einen Sturm der Kritik der spanischen Presse entfacht. Nach dem 1:0-Sieg von Arsenal, der einen 2:1-Gesamtsieg sicherte, haben prominente Madrider Publikationen eine scharfe Attacke auf die Leistung von Schiedsrichter Daniel Siebert gestartet und das Ergebnis als schweres Unrecht dargestellt.

Marca gab mit seiner Berichterstattung den Ton an, bezeichnete das Spiel als „kontrovers“ und behauptete, Atlético sei ein klarer Strafstoß verweigert worden. Der fragliche Vorfall betraf Antoine Griezmann, der im Strafraum gefoult zu sein schien, aber der Schiedsrichter pfiff stattdessen wegen eines früheren Vergehens von Atléticos Pubill. Die Zeitung argumentiert, diese Entscheidung habe der spanischen Mannschaft eine goldene Gelegenheit genommen, den Ausgleich zu erzielen.

Die Kontroverse vertiefte sich mit Behauptungen über einen zweiten und sogar dritten verpassten Strafstoß. Giuliano Simeone, Sohn von Atlético-Trainer Diego Simeone, wies auf ein angebliches Foul von Arsenals Riccardo Calafiori in der 41. Minute hin. Marca berichtete, dass Fernsehübertragungen keine eindeutigen Bilder eines möglichen Abseits zeigten, aber später von Simeone auf Instagram gepostete Bilder deuteten darauf hin, dass er in einer legalen Position war, was die Nichtentscheidung für die spanische Seite noch verwirrender machte.

Die Zeitung AS schlug einen noch schärferen Ton an und titelte „Cruel and Injuste“ (Grausam und ungerecht). Ihr Bericht zeichnete das Bild einer heldenhaften Atlético-Mannschaft, die „stehend starb“, aber letztendlich durch das, was sie als voreingenommene Schiedsrichterleistung ansah, besiegt wurde. Die Publikation beschuldigte Siebert, mit zweierlei Maß zu messen, und behauptete, er habe „jeden Kontakt der Rojiblancos auf der Haut der Engländer gepfiffen, aber nicht umgekehrt“.

Über die Schiedsrichterleistung hinaus sezierte die spanische Presse auch die individuellen Leistungen innerhalb des Atlético-Kaders. Marca kritisierte insbesondere Verteidiger Robin Le Normand und Mittelfeldspieler Matteo Ruggeri, weil sie nach der hervorragenden Parade von Torhüter Jan Oblak nicht schnell genug reagierten, was direkt zum entscheidenden Tor von Arsenal kurz vor der Halbzeit führte. Die Zeitung beschrieb das Tor der Gunners als „unverdiente Belohnung“ angesichts ihrer Gesamtleistung im Spiel.

Stürmer Alexander Sorloth geriet ebenfalls wegen eines „tödlichen Fehlers“ in der 80. Minute unter Beschuss, als er eine klare Chance vergab, auszugleichen und eine Verlängerung zu erzwingen. Diese verpasste Gelegenheit wurde als entscheidender Moment hervorgehoben, der Atléticos Schicksal besiegelte, eine Erzählung von verpassten Chancen, die die wahrgenommenen Schiedsrichterfehler noch verstärkten.

Die katalanische Zeitung Mundo Deportivo, oft ein Rivale der Madrider Klubs, stellte sich in diesem Fall überraschenderweise auf die Seite ihrer spanischen Kollegen. Die Zeitung räumte ein, dass Atlético mindestens zwei Strafstöße hätten zugesprochen werden müssen. Ihre Analyse des Calafiori-Vorfalls bezeichnete die Abseitsentscheidung, die ihn zunichte machte, als „erstaunlich“, zumal sie nicht einmal vom Video Assistant Referee (VAR) überprüft wurde.

Die kollektive Empörung unterstreicht die hohen Einsätze und die emotionale Volatilität des Champions-League-K.o.-Fußballs. Für Atlético Madrid stellt dieses Ausscheiden ein weiteres schmerzhaftes Kapitel in ihrer Suche nach europäischem Ruhm dar, eine Kampagne, die nicht mit einem Knall, sondern mit einem von der eigenen Presse als durch äußere Faktoren verursachten Wimmern endete. Das Ergebnis schickt Arsenal ins Finale und lässt die spanische Hauptstadt mit einem Gefühl des „Was wäre gewesen“ zurück.

Die Kritik unterstreicht auch die intensive Überprüfung, der Schiedsrichter auf höchstem Niveau des Sports ausgesetzt sind. Jede Entscheidung wird vergrößert, und in einer Begegnung, die durch die feinsten Ränder entschieden wird, können kontroverse Entscheidungen die gesamte Saison einer Mannschaft definieren. Die spanische Presse hat die Schuld für Atléticos Ausscheiden fest auf die Schultern der Schiedsrichter gelegt, eine Erzählung, die in Madrid wahrscheinlich noch eine Weile anhalten wird.

Für Arsenal ist der Sieg eine monumentale Errungenschaft, wird aber nun von der Kontroverse überschattet. Der englische Klub wird sich auf das Finale vorbereiten, während Atlético und seine Anhänger über eine Kampagne nachdenken müssen, die aus ihrer Sicht ungerechtfertigt abgebrochen wurde. Die Debatte über Schiedsrichterstandards und den Einsatz von Technologie wird noch lange nach dem Schlusspfiff weiter toben.

Basierend auf Berichten von Foot - actualités, mercato, info & vidéo en continu.